Lifestyle Veröffentlicht am 01.01.01 01:01

Vive la Révolution!

Der Cayenne Diesel ist der erste Porsche-Pkw mit einem Selbstzünder unter der Motorhaube.
Foto: Porsche
Der 911 Carrera verbraucht dank Direkteinspritzung jetzt noch weniger.
Foto: Porsche

Eine mittelgroße Revolution! Die ­Diesel-Fraktion hat gesiegt! Zum ersten Mal in der Porsche-Firmengeschichte läuft mit dem Cayenne Diesel ein Personenwagen mit einem selbstzündenden Motor vom Band.

Da die hauseigenen Erfahrungen mit Dieselmotoren im Jahre 1963 mit der Einstellung der Porsche-Traktoren enden, greift man auf das bewährte 3,0-Liter-V6-Aggregat von Audi zurück, das 176 kW (240 PS) leistet und dank eines maximalen Drehmoments von 550 Newtonmeter ab 2 000 U/Min für standesgemäßen Vortrieb im Luxus-SUV sorgen soll.

Derart motorisiert spurtet der 2,2-Tonner in 8,3 Sekunden auf 100 km/h und ist maximal 214 km/h schnell. Der Durchschnittsverbrauch wird mit 9,3 Liter je 100 Kilometer angegeben, der CO2-Wert mit 244 g/km. Mit 55 157 Euro Basispreis liegt der Cayenne Diesel über den vergleichbaren Konkurrenzfahrzeugen; im Lieferumfang enthalten ist ein sechsstufiges Automatik­getriebe.

Weitere Cayenne-Varianten sind der V6 als Basisbenziner mit 213 kW (290 PS) und die V8-Saugmotor-Varianten S und GTS. Topmodell ist der Cayenne Turbo.

911 Carrera geliftet

Neben dem Cayenne stehen insbesondere die gelifteten Carrera- und Carrera S-Modelle der mit Zwei- oder Allradantrieb lieferbaren 911-Baureihe im Rampenlicht. Wichtigste Neuerungen sind neben dezenten optischen Retuschen die nunmehr direkteinspritzenden Sechszylinder-Boxer-Benzinmotoren und das Porsche-Doppelkupplungsgetriebe (PDK) – beides Maßnahmen, die eine erhebliche Kraftstoffersparnis zur Folge haben sollen.

Obwohl der Motor des Carrera über 3,6 und jener des Carrera S über 3,8 Liter Hubraum verfügt, handelt sich es bei beiden um neue Aggregate, da sowohl Bohrung als auch Hub nicht mehr den Werten der Vorgängertriebwerke entsprechen.

Der Kubikinhalt des kleineren Aggregats steigt von 3 596 auf 3 614 cm3, jener des größeren geht von 3 824 auf 3 800 cm3 zurück. Die Motoren leisten jetzt 254 kW (345 PS) bzw. 283 kW (385 PS). Der Normverbrauch geht um 7,8 Prozent zurück, und zwar auf 10,3 bzw. 10,6 Liter je 100 Kilometer. Die Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h ist nun in 4,9 bzw. 4,7 Sekunden möglich – eine Zehntelsekunde besser als bisher.

Die Höchstgeschwindigkeit steigt auf 289 bzw. 302 km/h. Die genannten Fahrleistungen beziehen sich alle auf Coupé-Ausführungen mit Sechs-Gang-Handschaltung. Allen anderen 911-Derivate sind unverändert im Programm, die jüngst einer umfassenden Modellpflege untezogenen Boxster- und Cayman-Modelle werden pünktlich zum Autofestival beim Händler stehen.

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