(str/jw) – Der Panther sorgt weiterhin für reichlich Aufregung: Nachdem das schwarze Tier am Sonntag zum ersten Mal auf Luxemburger Boden gesichtet worden war, melden sich immer weitere Augenzeugen zu Wort. Bis in die internationale Presse schaffte es am Montag sogar die Meldung einer Frau, die die Polizei allerdings erst benachrichtigte, nachdem der Panther bereits in aller Munde war.
Bereits am Samstag will sie den schwarzen Exoten auf der Fahrt von Kirchberg nach Arlon von der Autobahn aus in einem Wiesenstück in der Höhe der Ausfahrt Merl gesehen haben.
Gegen 12.40 Uhr am Montag verständigte eine weitere Augenzeugin die Polizei. Über die Notrufnummer erklärte die Frau, die schwarze Raubkatze würde gerade durch eine Wiese in Niederkerschen streifen. Als Polizisten wenige Augenblicke später vor Ort eintrafen, erwartete sie ein dicker schwarzer Kater mit weißen Pfoten.
Erstmals waren Anfang September Spaziergänger und Förster in Nordostfrankreich aufmerksam geworden, als sie ungewöhnlich große Tatzenabdrücke im Waldboden gesehen hatten. Bald darauf wurde das Tier in der Nähe von Longwy gesehen. Mittlerweile berichteten zwei Dutzend Menschen im französisch-belgischen Grenzgebiet, den Panther aus der Ferne gesehen zu haben. Die Polizei in den zwei Ländern hält die Aussagen für glaubwürdig.
In Luxemburg wurde der schwarze Panther zum ersten Mal am Wochenende in der Gegend von Niederkerschen gesichtet. Die Polizei begab sich unter anderem mit einem Hubschrauber und Wärmesuchkameras auf die Suche. Zuvor war das Tier wochenlang im Norden Frankreichs und in der Gegend von Arlon beobachtet worden. Bislang konnte die scheue Katze allerdings von niemandem eingefangen werden.
Unterdessen wurde deutlich, dass das Raubtier nicht aus dem Zoo von Amnéville in Frankreich stammt. So dementierte der Zoo-Direktor, Michel Louis, dass es sich um ein Tier aus seinem Gehege handele: “Aus unserem Park stammt der Panther definitiv nicht, auch wenn das zuvor in einem Luxemburger Radiosender oder auch in belgischen Medien behauptet wurde”, stellte er in einem Interwiew mit wort.lu klar.
“Allein in Frankreich gibt es etwa 800 Privatpersonen, die solch gefährliche Tiere halten. Es könnte sich um ein Exemplar aus Privatbesitz handeln”, sagte der Direktor. Im Zoo von Amnéville leben drei schwarze Panther.
“Der Panther ist ein sehr aufmerksames Tier und kann sich gut verstecken, deshalb ist es auch sehr schwierig, ihn einzufangen”, gab der Direktor zu verstehen. Im Zoo muss ein Panther etwa drei Kilogramm Fleisch pro Tag zu sich nehmen. “In freier Natur wird er wohl alle drei bis fünf Tage auf Beutezug gehen”, sagte er. Danach wird die Beute vorzugshalber auf einem Baum versteckt und dann nach und nach verzehrt.
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