(str) - 23 Verletzte, davon zwei Schwerverletzte, das ist die Bilanz eines Busunglücks in Frankreich. Gegen 8.20 Uhr geriet ein Reisebus eines Diekircher Busunternehmens an der Autobahn A10 im französischen Département Loir-et-Cher nahe Orléans in eine Böschung und kippte um.
Einer offiziellen Bilanz zufolge wurden 23 von insgesamt 46 Insassen verletzt. Vier Personen werden stationär behandelt. Zwei davon gelten aus schwer verletzt. Beide wurden notoperiert und sind nicht mehr in Lebensgefahr. Wie der Luxemburger Botschafter in Paris, Georges Santer gegenüber dem Luxemburger Wort erklärte, handelt es sich bei den Verletzungen hauptsächlich um Knochenbrüche.
Thierry Nothum vom Busunternehmer- verband FLEAA erklärte gegenüber Radio DNR, dass die Unfall- beteiligten vor Ort psychologisch betreut werden. Ein Ersatzbus ist indes zum Unfall -ort unterwegs und wird die leicht verletzten und unverletzten Passagiere am Abend nach Luxemburg zurückbringen. Diese wurden zuvor in Blois an einem Ort zusammengebracht.
Entgegen früherer Meldungen sind nur etwa 30 der portugiesischstämmigen Businsassen im Großherzogtum wohnhaft. Die restlichen Passagiere stammen offenbar aus dem französischen Département de la Moselle.
Die Busreise, bei der es zum Unglück kam, ist eine Linienfahrt des Diekircher Unternehmens "Voyages Simon" von Braga in Portugal nach Luxemburg. Der Bus war am Donnerstagvormittag mit zwei Busfahrern gestartet und sollte sein Ziel am Freitagmittag erreichen.
Bis jetzt ist die Unfallursache noch nicht geklärt. Ersten Erkenntnissen zufolge soll aber kein zweites Fahrzeug in den Unfall verwickelt sein.
Derjenige Busfahrer, der das Fahrzeug zum Unglückszeitpunkt lenkte, wurde gemäß der in Frankreich üblichen Prozedur in Polizeigewahrsam genommen. Medienberichten zufolge mutmaßen die Unfallermittler, dass der Fahrer am Steuer eingeschlafen sein könnte.
Der Busunternehmer- verband FLEAA erklärte am Freitagabend, der Bus sei funkelnagelneu gewesen. Erst im April sei das Fahrzeug zugelassen worden. Der Busfahrer, ein 44-jähriger Mann, arbeite seit fünf Jahren bei dem Diekircher Unternehmen.
Am Freitagnachmittag wurde in der Leitstelle der Rettungsdienste an der Cloche-d'Or eine Koordinationszelle mit Vertretern der Rettungsdienste, der Polizei, des staatlichen Pressediensts und des Außenministeriums aufgestellt, die gemeinsam mit dem Busunternehmerverband über das weitere Vorgehen beriet.