(jw) - Am frühen Samstagmorgen hat die Polizei bei einer wilden Verfolgungsjagd versucht, einen Autodieb zu stoppen. Diesem gelang nach spektakulären Fahrmanövern bei teils über 200 km/h auf der Autobahn die Flucht über die französische Grenze.
Das betreffende Auto war von einem Familienmitglied ohne Wissen der Eigentümerin entwendet und gemeldet worden. Der Fahrer entzog sich einer ersten Polizeikontrolle im Bahnhofsviertel in der Hauptstadt und fuhr dann mit hoher Geschwindigkeit an einer weiteren Streife an der Place de Paris vorbei.
Diese Streife nahm die Verfolgung des Wagens auf, in dem vier bis fünf Personen saßen. Es ging am Bahnhof vorbei bis zum Kreisverkehr Glück. Auf dieser Strecke missachtete der Fahrer jegliche
Verkehrsregeln, Ampeln und fuhr slalom an anderen Verkehrsteilnehmern vorbei. Teilweise erreichte der Wagen sogar 140 km/h!
Im Kreisverkehr Glück drängte der Fahrer beinahe ein anderes Fahrzeug in die Leitplanken ehe es auf die A3 in Richtung Frankreich ging. Der Wagen beschleunigte auf über 200 km/h und laut Polizei blieb auch der Fahrstil der gleiche: Slalom durch andere Verkehrsteilnehmer hindurch, Überholmanöver über die Pannenspur, an der kalifornischen Mauer entlang oder über den Mittelstreifen.
An der französischen Grenze musste die Polizei die Verfolgung aufgeben, da die Überfahrt verweigert wurde. Es lag keine gravierende Straftat vor. Die Polizei konnte die Kennzeichen des Wagens registrieren. Die Suche nach dem Wagen läuft weiter. Gegen 5 Uhr am Samstagmorgen reichte die Besitzerin des Wagens Klage gegen ihren Enkel ein, der ihren Wagen gestohlen hatte.
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