(str) - Am Montagabend haben Staatsanwaltschaft und Untersuchungsrichter auf der E411 in Höhe Sesselich in Belgien eine Tatrekonstruktion des tödlichen Schusses eines Luxemburger Polizisten auf einen belgischen Einbrecher durchgeführt. Das schreibt die belgische Tageszeitung "L'Avenir" am Dienstag auf ihrer Internetseite.
Kurz nach 21 Uhr und bis spät in die Nacht haben Sicherheitskräfte die E411 zwischen Weyler und Stocken in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Durch die Nachstellung der Geschehnisse von vergangener Woche erhoffte sich Untersuchungsrichter Philippe Nazé, Näheres zu den Bedingungen, unter denen es zu dem Drama auf der Autobahn kam, zu erfahren.
In der Nacht vom 2. auf den 3. März hatten die Insassen eines dunklen Audi A6 nach einem Einbruch in eine Einkaufszentrum eine Straßensperre der Polizei in Oberpallen durchbrochen. Die Luxemburger Polizisten hatten den Wagen daraufhin auf belgischem Hoheitsgebiet verfolgt. Nachdem die Täter eine zweite Polizeisperre in Bonnert durchbrochen hatten, verlor sich ihre Spur.
Wenige Minuten später trafen dann drei Luxemburger Polizisten auf der Autobahn in der Nähe von Weyler auf die Einbrecher. Das Täterfahrzeug hielt mit einem Reifenschaden inmitten der Fahrbahn. Als die beiden Männer die Polizeibeamten erblickten, versuchten sie über die Mittelleitplanke zu flüchten. Einer der Polizisten eröffnete das Feuer und erschoss dabei einen der Täter. Bei dem Toten handelt es sich um einen 32-jährigen, der belgischen Justiz bestens bekannten Mann aus Gembloux.
Am Morgen nach dem Vorfall wurde in unmittelbarer Nähe des Tatorts eine Schusswaffe gefunden. In einem am vergangenen Donnerstag erschienenen Artikel schrieb “L'Avenir”, dass der erschossene Einbrecher eine Waffe in der Hand hielt, als ihn der tödliche Schuss traf.
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