(red) - Seine Zerstörungswut bei den Australian Open hat für Tennisprofi Marcos Baghdatis ein Nachspiel: Nachdem der Zypriote in seinem verlorenen Zweitrundenspiel in Melbourne gegen den Schweizer Stanislas Wawrinka (6:7, 4:6, 7:5, 1: 6) vier Schläger zertrümmert hatte, wurde er am Donnerstag zur Kasse gebeten.
Oberschiedsrichter Wayne McKewen verhängte gegen den früheren Melbourne-Finalisten Baghdatis eine Strafe in Höhe von 800 US-Dollar wegen „Missbrauchs von Schlägern und Ausrüstung“. Der 26-Jährige wird es verschmerzen können: In seiner bisherigen Karriere hat er bislang ein Preisgeld von insgesamt knapp 4,7 Millionen US-Dollar kassiert.
Nach den beiden verlorenen ersten Sätzen gegen Wawrinka zerstörte Baghdatis zunächst ein Racket und legte gleich nach. Drei weitere Schläger, die neben seinem Stuhl lagen, mussten daran glauben, zwei von ihnen waren noch in Plastikfolie gewickelt. „Vier Schläger, das ist beeindruckend. Wow“, sagte die fünfmalige Australian-Open-Siegerin Serena Williams (USA) nach dem Frustanfall des Weltranglisten-44.
Anscheinend will Baghdatis der früheren Nummer eins Marat Safin Konkurrenz machen. Der Russe zerstörte in seiner Karriere nicht weniger als 1 055 Schläger.
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