(vb) – Die Beziehungen zwischen Staat und Kirche standen im Zentrum eines Gesprächs zwischen Vertretern des Erzbistums Luxemburg und einer Expertenkommission. Die katholische Kirche zeigte sich in dem Gespräch zufrieden mit der derzeitigen Situation.
Bei dem Treffen am Dienstag im Staatsministerium stellten die Vertreter des Erzbistums den Experten aus Belgien und Frankreich die Struktur der katholischen Kirche Luxemburgs dar. So wurde die besondere Rolle der Pfarreien und der Kirchenfabriken erläutert. "Die Gespräche fanden in einer offenen, von Verständnis geprägten Atmosphäre statt", fasste Generalvikar Erny Gillen zusammen. Beim Religionsunterricht unterstrich die Kirche ihre Position: "Der Religionsunterricht wird von den Schüler und ihren Eltern selbst legitimiert", sagte Gillen. In der Grundschule entscheiden sich 75 Prozent der Schüler für den Religionsunterricht, in der Sekundarstufe 60 Prozent. Dazu Erny Gillen: "Es wäre undemokratisch, wenn der Staat den Leuten dazwischenfunken würde."
Die Kommission aus zwei Beamten des Kultusministeriums und vier Experten wird in den nächsten Wochen weitere Gespräche mit den anderen Religionsgemeinschaften in Luxemburg führen. Vor der Sommerpause legt sie einen Bericht vor, der Empfehlungen für die zukünftige Entwicklung der Beziehungen zwischen dem Staat und den Religionsgemeinschaften gibt.
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