Lëtzebuerg Veröffentlicht am 06.09.11 06:11

Sprit-Schmuggel in großem Stil

Spediteur schleust 180 000 l Diesel nach Deutschland

Der Spediteur wurde am Samstag auf frischer Tat ertappt.
Foto: LW-Archivbild

(LW) - Ein Spediteur aus Koblenz hat in den letzten 18 Monaten rund 180 000 Liter Dieselkraftstoff aus Luxemburg nach Deutschland geschmuggelt. Dies teilte der deutsche Zoll am Montag in Frankfurt mit. Dabei sei ein Steuerschaden von etwa 90 000 Euro entstanden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der 46-jährige Spediteur aus Koblenz wurde laut Mitteilung am Samstag auf frischer Tat von der Zollfahndung aus Kaiserslautern ertappt. Der Mann hatte den Dieselkraftstoff in Luxemburg in spezielle Tanks – Gitterboxen mit je 1 000 Liter Volumen – abgefüllt und über einen Zeitraum von 18 Monaten mit Sattelzügen nach Deutschland eingeführt, ohne die erforderliche steuerliche Anmeldung abzugeben. Anschließend füllte er den Kraftstoff in seine Betriebstankstelle um.

Mit diesem Kraftstoff betrieb der Transportunternehmer seine im innerdeutschen Verkehr eingesetzten Fahrzeuge. „Wir haben den Spediteur observiert und konnten deshalb zielgerichtet am vergangenen Samstag zugreifen“, betonte gestern Hans-Jürgen Schmidt, Sprecher der Zollfahndung Frankfurt am Main. „Der Beschuldigte räumte nach dieser erdrückenden Beweislage die Steuerhinterziehung sofort ein“, so Schmidt weiter.

Fahrzeuge in Luxemburg zu betanken und den dabei getankten Kraftstoff anschließend in diesem gleichen Fahrzeug zu verbrauchen, sei legitim und werde auch öfter praktiziert, erklärt die deutsche Zollbehörde. Das Verbringen von Kraftstoff zu gewerblichen Zwecken aus dem Ausland nur dann steuerfrei, wenn der Kraftstoff nicht wieder entnommen wird.

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