(dpa/FeMo) - Der Airbus-Militärtransporter A400M ist in Sevilla zu seinem ersten Testflug gestartet. Die viermotorige Turboprop-Maschine hob bei strahlendem Sonnenschein ab. Ursprünglich war der Start schon für Anfang 2008 vorgesehen.
Zu den Ländern, die Maschinen des neuen Typs bestellt haben, gehört auch Luxemburg. Gemeinsam mit Belgien hat das Grossherzogtum ein Exemplar des A400M in Auftrag gegeben, Belgien allein hat sieben Stück geordert. Die Bestellung führte in den vergangenen Jahren im Grossherzogtum immer wieder zu Diskussionen und der Frage, ob das Land ein solches Flugzeug wirklich braucht.
Das Luxemburger Parlament hatte die Bestellung des damals mit 120 Millionen Euro veranschlagten A400M bereits Anfang 2005 abgesegnet; geliefert werden sollte die Maschine erst im Jahr 2017. Allerdings kam es bei der Entwicklung und beim Bau zu erheblichen Verzögerungen.
Das Flugzeug liegt mittlerweile drei Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück. Die erste Maschine soll erst drei Jahre nach dem Erstflug ausgeliefert werden. Derzeit verhandeln die europäische Rüstungsbehörde Occar sowie die Erstkunden-Nationen mit dem A400M- Konsortium um EADS über eine Änderung der Vertragsbestimmungen. Dabei geht es um mögliche Mehrkosten in Milliardenhöhe.