(mk) - Wie das Außenministerium mitteilt, wurde an diesem Dienstag eine vierköpfige serbische Familie mit einem Linienflug am frühen Morgen nach Belgrad ausgeflogen. Die Familie, die seit sieben Jahren in Luxemburg lebte, hatte nicht mehr mit einer Abschiebung gerechnet.
Vater, Mutter und zwei Söhne im Alter von 20 und 30 Jahren, waren bereits am 25. Juni 2003 in Luxemburg angekommen. Ihr Asylantrag wurde im Juli 2005 allerdings abgewiesen. Auch eine Aufenthaltsgenehmigung aus humanitären Gründen erhielt im Dezember keine Bewilligung, so dass die Rückkehr der Familie nach Serbien in die Wege geleitet wurde. Wegen gesundheitlicher Probleme zögerte sich diese aber hinaus.
Die Familie erhielt im Juli 2006 eine Aufschiebung der Rückführung. Auf Anraten des Kontrollarztes des medizinischen Dienstes der Einwanderung des Gesundheitsministeriums wurde diese Maßnahme von Dezember 2009 an schließlich nicht mehr verlängert. Die Familie legte Einspruch gegen die Entscheidung ein. Er wurde verworfen.
Die Asti berichtet, dass die Familie perfekt integriert gewesen sei. Der jüngste Sohn absolviere zurzeit eine zweijährige Lehre und wäre bereits für das Schuljahr 2010/2011 im CNFPC in Esch/Alzette eingeschrieben. Beide Elternteile seien gesundheitlich angeschlagen. So müsse sich der Vater in Kürze einer Operation an der Wirbelsäule unterziehen und auch die Mutter, die vor einigen Jahren operiert wurde, würde immer noch ärztlich überwacht werden. Die Asti fragt sich auch, wieso die vier Serben nicht von der Organisation für Migration kontaktiert wurden.
Dem widerspricht das Außenministerium. Laut ihren Informationen wurde die Familie am 4. Mai dieses Jahres von der Internationalen Organisation für Migration über die Hilfen bei einer Rückkehr in ihr Land und die Unterstützung beim dortigen Wiederaufbau in Kenntnis gesetzt. Das Angebot sei ohne Antwort geblieben.
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