(FeMo) – Die Vermischung von Pop und Klassik ist nicht jedermanns Sache, obwohl diese Vermischung seit Jahrzehnten weltweit eine wachsende Fangemeinde hat. Liebhaber des Genres kamen am Donnerstagabend in der Coque auf ihre Kosten. 26 Jahre, nachdem die Idee in Belgien geboren worden war, gastierte die „Night of the proms“ zum ersten Mal in Luxemburg.
Am Ende dauerte das Spektakel fast dreieinhalb Stunden – eine kurze Pause und eine vom Publikum lässig überklatschte und überjohlte Strompanne inklusive. Und am Ende hatte es viel Musik, viel Show, viel fürs Auge und auch viel fürs Geld gegeben. Die „Night of the proms“ war auch in Luxemburg ein grandioser Erfolg, auch wenn die Coque nicht bis auf den letzten Platz gefüllt war.
Aushängeschild war natürlich Seal. Der Mann mit der berühmten Frau (für alle, die es nicht wissen sollten: Heidi Klum, ja genau die) war am Donnerstagabend nicht der beste Sänger, er lieferte aber den besten Act ab, wirbelte durch den Innenraum der Coque, ging auf Tuchfühlung zum Publikum und sorgte so für den finalen Höhepunkt.
Und wer war noch dabei? Aus Deutschland kam die Band Stanfour und aus Italien die am Donnerstag am meisten beschäftigten vier italienischen Sopranistinnen Div4s. Dazu noch Nile Rodgers & Chic sowie die beiden wohl bekanntesten Teilnehmer: Alison Moyet und John Miles. Miles gilt als einer der Väter der „Night of the proms“ und ist seit 26 Jahren mit dabei. In der Coque blieb er am Donnerstag etwas blass – trotz „Music“, seinem Erfolgs-Song für die Ewigkeit.
Ob Seal, Miles oder Moyet – bei einer Veranstaltung wie der „Night of the proms“ wären alle ohne Orchester, Chor und vor allem viel, viel Multimedia-Technik aufgeschmissen. Das zeigte sich am Donnerstag: Auf der Bühne rockten, spielten, sangen und tanzten fast 100 Musikerinnen und Musiker. Sie machten letztlich aus der Show das Spektakel.
Am 29. November 2012 wird die „Night of the proms“ erneut in Luxemburg gastieren.