Lëtzebuerg Veröffentlicht am 16.08.12 18:54

Schausteller und die Liebe zur Schueberfouer

Bei vielen Menschen aus Luxemburg und der Großregion ist die Schueberfouer fett im Kalender angestrichen. Doch auch für viele Schausteller ist die Schueberfouer ein ganz besonderes Ereignis. Mit dem größten Rummel im Großherzogtum bleiben sie gerne über Jahre treu verbunden.

Konkurrenten...

So etwa Roger Pelzer, der seit 1970 sein Fahrgeschäft auf dem Glacis aufbaut. Seit Jahren ist er zudem der Präsident des internationalen Verbands der Schausteller. Seiner Meinung nach hat sich in den 42 Jahren, in denen er dabei ist, aber so ziemlich alles geändert.

Durch bessere Werbung und erhöhte Mobilität kommen jedes Jahr mehr Besucher. Zudem hat die jährliche Veranstaltung so einiges an Größe zugelegt. Obwohl Roger Pelzer viele der Schausteller schon jahrelang kennt und so manchen von ihnen beim Aufwachsen zugesehen hat, bleibt für ihn doch immer ein gewisser Konkurrenzgedanke bestehen.

...oder doch Freunde?

Dies sieht Cheldat Wilwert jedoch anders. Für ihn sind die anderen Schausteller in erster Linie Freunde. Die Konkurrenz sei nicht so groß, da alle ein gutes Geschäft machen, so Wilwert.

Seit 17 Jahren baut er nun schon sein Karussell und seine Schießbude auf dem Glacis auf. Da er nur im Großherzogtum unterwegs ist, ist die Schueberfouer als größte Veranstaltung natürlich ein absoluter Höhepunkt.

Im Bann des Glacis

Das ist es auch für Ewald Schneider Junior. Seinem Vater gehört der Power Tower. Obwohl die Familie hauptsächlich in Deutschland ihren Turm aufbaut, machen sie nun schon zum dritten Mal eine Ausnahme, um auf dem Glacis mit dabei zu sein. Das Besondere an der Schueberfouer ist für sie neben der fremden Kultur und den fremden Menschen auch die Dauer ihres Aufenthalts.

Normalerweise bleiben sie nur für eine oder zwei Wochen an einem Ort. Im Winter besuchen sie die Weihnachtsmärkte mit ihrem Fahrgeschäft, was aber stressiger ist, so der junge Ewald Schneider. Nach der Schueberfouer geht es für sie weiter aufs Münchner Oktoberfest.

„Lämmy“ für einen guten Zweck

Doch auf der "Schueberfouer" trifft man nicht nur vollberufliche Schausteller. Gleich neben dem Eingangsportal verkauft Patricia Schokoladenenten und das Maskottchen "Lämmy". Der Erlös des Verkaufs kommt der Stiftung "Kriibskrank Kanner" zugute. Dieses Jahr ist es das fünfte Mal, dass Patricia mit dabei ist - das jedesmal mit wachsender Begeisterung und sicher nicht zum letzten Mal.

Nathalie Hemmen