Sport Veröffentlicht am 21.02.13 16:30

Regenwetter über Andy Schleck: "Die Hoffnung stirbt zuletzt"

FSCL-Präsident äußert sich zur aktuellen Verfassung des Radprofis

Jean Regenwetter macht sich ernsthafte Sorgen.
Foto: Nicolas Bouvy

(jg) - Andy Schleck fährt seiner Topform aktuell weit hinterher. Der Radprofi des Luxemburger Teams RadioShack-Leopard-Trek bereitet nicht nur seinen Fans große Sorgenfalten. Derzeit trainiert er auf der Baleareninsel Mallorca. Dort soll die Formkurve erneut ansteigen, damit er zu den ersten großen Saisonzielen im April, nämlich den Ardennen-Klassikern, wieder ganz vorne mitmischen kann.

Aktuell sieht es allerdings nicht ganz gut aus. Seit seiner Verletzung beim Critérium du Dauphiné im Juni 2012 fährt er der Konkurrenz hinterher. Eine Tatsache, die auch dem FSCL-Präsidenten Jean Regenwetter Sorgen bereitet: "Aktuell sieht es nicht gut aus. Alle Indizien deuten darauf hin, dass Andy im Winter ganz einfach nicht genug gearbeitet und trainiert hat."  Regenwetter befürchtet gar, "dass Andy in den vergangenen beiden Jahren im Training die Zügel hat schleifen lassen. Er muss sich am Riemen reißen, ansonsten wird er die Saison 2013 wohl ganz schnell abschreiben müssen."

"Die Konkurrenz schläft nicht"

Der FSCL-Präsident unterstreicht auch, dass Andy zwar über eine außerordentliche angeborene Klasse verfügt, doch dies alleine reiche auf diesem Niveau nicht aus, um ganz vorne mitzufahren. "Andy besitzt einen leistungsstarken Motor, doch ein solcher Motor will auch gefahren und bis an seine Grenzen getestet werden. Wenn die Muskeln eines Topsportlers nicht beansprucht werden, schlafen sie ein", glaubt Regenwetter.

Dass der Mondorfer derzeit auf Mallorca versucht seinen Rückstand wettzumachen, sieht Regenwetter als gutes Zeichen: "Ich betone es noch einmal: Noch ist es nicht zu spät. Zumindest bis zur Tour de France bleibt genügend Zeit, um zu alter Stärke zu finden. Und Andy ist jemand, der ganz plötzlich den Hebel umlegen kann, wenn er sich seinen Saisonzielen nähert."

Andy Schleck muss aber aufpassen: "Die Konkurrenz schläft nicht. Contador, Froome oder Rodriguez haben bereits bewiesen, dass sie sich in ordentlicher Form befinden. Andy hinkt hinterher und dies ist nie ein gutes Zeichen." Doch ist es bei Andy aktuell ausschließlich ein physisches  Problem? "Die Sperre gegen seinen Bruder hat Andy sicherlich nicht geholfen. Doch wenn wir ehrlich sind, hätte Andy ja auch bereits trainieren müssen, bevor das Urteil verkündet wurde. Die Hoffnung stirbt aber bekanntlich zuletzt. Andy kann das Ruder noch einmal herumreißen."

Lesermeinungen

Die Moderation der Kommentare liegt alleine bei wort.lu. Sie werden von unseren Kommentatoren geprüft und validiert, bevor sie hier erscheinen.

Saint-Paul Luxembourg ist nicht verantwortlich für öffentliche Reaktionen oder Kommentare zu Artikeln von wort.lu, die von Nutzern in sozialen Medien (Facebook, Twitter etc.) geschrieben werden.

HEUTE IM BLICKPUNKT

Sportvideos

In dieser Rubrik können Sie sich Videos aus der Welt des Sports anschauen. Diese sind mal lustig, mal unglaublich wie spektakulär oder einfach nur lustig. Schauen Sie selbst.

Sportnachrichten

http://www.mywort.lu/map/sports

Video-Galerie

Aktuelle Fotogalerien