(ta) - Allgemeine Heiterkeit herrscht bei den Primanern in Luxemburg. Die Examen sind zu Ende und fast schon vergessen. Die Meisten genießen nach den Strapazen der letzten Monate die verdienten Ferien. Doch so richtig entspannen konnte sich noch keiner, denn bis zu diesem Donnerstag waren die Resultate noch nicht bekannt.
Für so manch einen war das ein Grund zum Bangen. Andere kümmerte es eher wenig. Denn - wie es mittlerweile Tradition ist - hat es viele Studenten nach Lloret de Mar an Spaniens Küste verschlagen. Der Schulabschluss soll ja gebührend gefeiert werden!
So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Andrang am Donnerstagmorgen vor dem „Kolléisch“ in der Hauptstadt nicht allzu groß war. Dort wurden nämlich die ersten Resultate veröffentlicht. Hier und da ein Jubelschrei machten deutlich, dass verschiedene Kandidaten ihre eigenen Erwartungen übertroffen hatten. “Ich habe viel und lange gelernt“, erklärte Mary. „Doch es lohnte sich, denn jetzt kann ich stolz auf meine Note sein.“ Bei anderen ließ der doch eher resignierte Blick die Unzufriedenheit erahnen. Nur eins ist klar, alle freuten sich, dass die Prüfungszeit vorüber ist.
Schon größer war die Neugier der Eltern, die sich brennend für die Leistungen ihrer Sprösslinge interessierten. Viele erschienen persönlich, um den Abwesenden "Premières"-Kandidaten, die gute Nachricht weiterzugeben. Andere ließen sich per Handy auf dem Laufenden halten. Mitgefiebert wurde allemal.
Auf die Frage, ob die Examenszeit wirklich so stressig gewesen sei, wie alle behaupten, antwortete Claire: „Nein, ich hab es als gar nicht so schlimm empfunden. Allerdings befürchtete ich manchmal, es zu lässig angegangen zu sein. Am Ende reichte es doch und ich bin zufrieden.“ Und zu guter Letzt gibt es noch einen Tipp von Mary für alle künftigen Primaner: „Es ist gut, schon zu Beginn des Jahres zu lernen, dann gibt es bei den Examen nichts mehr zu befürchten.“