Lëtzebuerg Veröffentlicht am 03.03.10 05:28

Polizei erschießt flüchtigen Einbrecher

Luxemburger Polizisten hatten flüchtige Verbrecher bis hinter Arlon verfolgt.

Die belgischen Ermittlungen konzentrierten sich am Mittwoch auf die Autobahnbrücke nahe der E411.
Steve Remesch

(FeMo/str/jw)- Dramatische Szenen in der luxemburgisch-belgischen Grenzregion. In der Nacht zum Mittwoch wurde ein flüchtiger Einbrecher auf einer Verfolgungsjagd erschossen. Zusammen mit einem Komplizen hatte er versucht, in Oberpallen in ein Juweliergeschäft einzubrechen. Noch in der Nacht veröffentlichte die Luxemburger Polizei ein ausführliches Communiqué, in dem der Tathergang beschrieben wird.

Ersten Erkenntnissen zufolge waren die beiden Männer gegen 1.30 Uhr in Oberpallen bei eineim Einbruchsversuch von Luxemburger Polizisten überrascht worden. Die Beamten waren auf ein Belgien zugelassenes Auto aufmerksam geworden, das bereits bei anderen Einbrüchen benutzt worden war.

Flüchtende durchbrechen Straßensperre der Luxemburger Polizei

Als die Einbrecher die Polizisten bemerkten, ergriffen sie umgehend die Flucht in Richtung Belgien - verfolgt von Luxemburger Polizisten. Die Flucht führte in Richtung Steinfort und Messancy. An der Grenze bei Bonert durchbrachen die beiden Täter mit hoher Geschwindigkeit eine Straßensperre der Luxemburger Polizei. Die Luxemburger Polizisten, das betont Polizeisprecher Vic Reuter, gingen zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass die Flüchtenden bewaffnet waren.

Zwischendurch gab die belgische Polizei auch grünes Licht für ein Weiterführen der Verfolgung durch Luxemburger Beamte in Belgien. Bei Weyler, südlich von Arlon, fuhren die beiden Einbrecher auf die E411 auf. Zwischen den Ausfahrten 31 (Arlon) und 32 (Weyler) auf der Autobahn Luxemburg-Brüssel, stellte eine Luxemburger Streife das Fluchtfahrzeug.

Ein Schuss löste sich

Was dann geschah, wird von der Luxemburger Polizei so beschrieben: Die beiden Täter verliessen das Auto und entfernten sich in entgegengesetzten Richtungen. Einer der Männer versuchte, über die Mittelleitplanke zu fliehen, wurde jedoch von den Luxemburger Polizisten aufgefordert, stehen zu bleiben. "In dieser Situation fiel dann ein Schuss", der ihn tödlich verletzte. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Dem zweiten Täter gelang die Flucht. Er wurde am Mittwochmorgen noch von der belgischen Polizei gesucht.

Die Ermittlungen der belgischen Polizei- und Gerichtsbehörden konzentrierten sich auf einen Abhang an der Autobahn nahe der Rue Général Jourdan. Dabei wurden - ein üblicher Vorgang - auch die Dienstwaffen der Luxemburger Polizisten beschlagnahmt. Die beiden Beamten befanden sich am frühen Morgen weiterhin in Belgien.

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