Lëtzebuerg Veröffentlicht am 15.07.10 10:37

Patient geborgen, Retter schwer verletzt

Drei Rettungshelikopter bei Reimberg im Einsatz / Kletterspezialist der "Grimp"-Einheit verletzt sich

Im zweiten Anlauf gelang es dem Rettungsteam, den Techniker zu bergen.
Charles Reiser
Nach knapp drei Stunden wurde der Herzinfarkt-Patient aus dem Windrad geborgen.
Charles Reiser

(jw) – Bei einer gefährlichen Luftrettungsaktion auf einer Windkraftanlage in Reimberg im Préizerdall ist am Donnerstagnachmittag ein Mitarbeiter der “Grimp”-Einheit der Berufsfeuerwehr schwer verletzt worden.

Auslöser der spektakulären Rettungsaktion war ein Herzinfarkt, den ein Windrad-Techniker bei Wartungsarbeiten in 70 Metern Höhe erlitten hatte. Erst kurz nach 14 Uhr konnte der Mann geborgen werden. Heftiger Wind hatte seine Rettung behindert.

Zwei Techniker einer belgischen Wartungsfirma waren in 70 Meter Höhe beschäftigt, als einem der beiden kurz nach 11 Uhr schlecht wurde. Er hatte einen schweren Herzinfarkt erlitten. Der zweite Mitarbeiter benachrichtigte den 112-Rettungsdienst. Von der Air Rescue wurden zwei Helikopter geschickt, einer war mit einer Seilwinde bestückt, die einen Kletterspezialisten der "Grimp"-Einheit („Groupe de reconnaissance et d’intervention en milieu périlleux“) der Berufsfeuerwehr an einem Stahlseil zur Bergung des Verletzten herunterbringen sollte.

Abbruch der Rettungsaktion

Wegen des heftigen Windes schlug der Mann der “Grimp”-Einheit jedoch gegen einen Rotor des Windrades und verletzte sich schwer am Kopf und an der Hüfte. Die Rettungsaktion musste abgebrochen werden. Der verletzte Feuerwehrmann wurde per Helikopter ins Krankenhaus gebracht und ein weiterer Hubschrauber wurde angefordert.

Der zweite Rettungsversuch glückte, und der Schwerverletzte konnte gegen 14 Uhr aus 70 Metern Höhe geborgen werden. Der Notarzt hatte einen Herzinfarkt diagnostiziert. Der Mann wurde per Hubschrauber in eine Klinik gebracht. Insgesamt dauerte der Einsatz fast drei Stunden. 30 Einsatzkräfte waren daran beteiligt.

LAR-Präsident: Keine andere Möglichkeit

Laut René Closter, dem Vorsitzenden der LAR, gab es in diesem Fall keine andere Möglichkeit als die Rettung aus der Luft. Der LAR-Hubschrauber ist laut Angaben der Vereinigung im Umkreis von 250 Kilometern "der einzige mit Seilwinde", der bei Notfällen in unwegsamem Gelände, aber auch im Stadtgebiet, auf Hochhäusern, Funkmasten, Schornsteigen und Windkraftanlagen und zur Bergung aus Gewässern angefordert werden kann.

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