(str) - Sich von der Masse der Profi-Fotografen bei den Olympischen Spielen abzuheben ist eine Herausforderung, an der viele scheitern. Der Brite Dan Chung hat einen Weg gefunden: Anstatt einer teuren Spiegelreflexkamera benutzt er sein iPhone - und das Ergebnis lässt sich durchaus sehen.
Ganz ohne technische Gimmicks vollbringt aber auch Chung keine Wunder mit seinem Smartphone. Er benutzt zwei Geräte: Ein iPhone ist mit iPro-Zusatzlinsen bestückt. Das Set, u.a. mit Fisheye und Weitwinkelobjektiv, kostet um 300 Dollar.
Das zweite Smartphone verschraubt er über einen Infiniti-Verschluss mit einem hochwertigen Canon-Fernglas. Nur so kann den 400 mm-Teleobjektiven der Konkurrenz Paroli bieten.
Dan Chungs iPhone-Bilder bestechen vor allem durch den etwas anderen Blickwinkel aber auch durch ihren Lofi-Charakter. Dass der Bildsensor eines Smartphones nicht mit den um mehr als zehn mal größeren Aufnahmechips von Vollbildkameras mithalten kann, liegt auf der Hand.
Neben Fernglas und Minilinsen setzt Chung daher auf Nachbearbeitung - nicht etwa auf einem Desktop-Computer, sondern auf dem iPhone mit der Snapseed-App.
Die Rechnung des Dan Chung ist auf jeden Fall aufgegangen. Sein Foto-Blog auf der Webseite des Guardian ist ein Renner und seinem Twitter-Account@DSLRinformer folgen mittlerweile mehr als 11.000 Follower. Bekannt ist er mittlerweile in dem Maße, dass auch andere Fotografen ihn bei der Arbeit ins Visier nehmen.
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