Lëtzebuerg Veröffentlicht am 11.02.12 07:09

Nordstraße erst 2015 in Betrieb

„Rallonge budgétaire“ hat keinen Einfluss auf den Fortgang der Arbeiten

Die jetzt bewilligten 58 Millionen Euro werden für zusätzliche Arbeiten im Tunnel Grouft gebraucht.
Foto: Nico Muller

Von Nico Muller

Am 21. Dezember 2011 nahm der Ministerrat bekanntlich eine weitere Haushaltsanpassung zur Finanzierung der Nordstraße an. Darin sind 58,1 Mio. Euro zusätzlich zu den bereits bewilligten 366,88 Mio. Euro durch das Gesetz vom 27. Juli 1997 und 229 Mio. Euro durch das Gesetz vom 3. August 2005 vorgesehen.

Diese „Rallonge budgétaire“ soll allerdings keinen Einfluss auf den Fortgang der Arbeiten auf dem noch fertigzustellenden 8,5 Kilometer langen Teilstück zwischen Lorentzweiler und Waldhof haben, wie aus der Antwort von Minister Claude Wiseler auf eine parlamentarische Frage des DP-Abgeordneten Fernand Etgen herauszulesen ist.

Die aktuellen Pläne sehen vor, dass die Arbeiten an der Nordstraße im Dezember 2014 abgeschlossen sein werden. Damit verzögert sich die Inbetriebnahme um mindestens ein halbes Jahr. Nach einer zwei- bis sechsmonatigen Testphase, während der besonders die beiden Tunnels „Grouft“ und „Stafelter“ auf ihre Sicherheit geprüft werden, soll die Eröffnung dann aber spätestens Mitte 2015 erfolgen.

Die jetzt bewilligten rund 58 Mio Euro werden vor allem gebraucht, um diverse Arbeiten im 2 966 m langen Tunnel „Grouft“ zu verrichten: eine leistungsstärkere Beleuchtung, die es den Lastwagen erlaubt, sicher zum Schuttabladeplatz „Schwunnendall“ zu gelangen, die Verbesserung der Tunnel-Dichtheit sowie die Anpassung der Fundamente in Höhe des Nordportals. Außerdem war die Fertigstellung des inneren Betonrings bedeutend aufwändiger als ursprünglich gerechnet. In den 58 Millionen Euro sind allerdings auch knapp zwölf Millionen Euro für „unvorhersehbare Risiken“ enthalten.

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