(dpa). - Die Wirtschaftskrise in Teilen Europas macht dem weltgrößten Stahlhersteller ArcelorMittal schwer zu schaffen. Das operative Ergebnis (EBITDA) ging im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 30 Prozent auf 2,4 Milliarden US-Dollar (1,98 Mrd Euro) zurück, wie das Unternehmen am Mittwoch in Luxemburg mitteilte.
Unter dem Strich blieben 959 Millionen Dollar übrig, fast 40 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Umsatz sackte um gut 10 Prozent auf 22,5 Milliarden Dollar ab. Die Aussichten bleiben mies. Für das zweite Halbjahr erwartet der Konzern einen weiter sinkenden Absatz.
ArcelorMittal litt im zweiten Quartal besonders unter der schwachen Nachfrage in Europa und dem heftigen Preisdruck. Die Bemühungen, die Produktion zu drosseln und so den Preisverfall zu stoppen, waren bislang erfolglos. 7 von 25 Hochöfen in Europa hat der Konzern derzeit abgeschaltet. Dennoch schrieb die europäische Stahlsparte rote Zahlen, während das US-Geschäft trotz Rückgängen noch gute Gewinne machte.
Im Rohstoffgeschäft musste ArcelorMittal ebenfalls Gewinnrückgänge hinnehmen. Der Konzern baut seine eigene Förderungen massiv aus, um sich von Preissteigerungen unabhängiger zu machen. Wegen der unsicheren Lage der Weltwirtschaft sind die Rohstoffpreise zuletzt allerdings auch unter Druck geraten.