Business Veröffentlicht am 29.06.12 14:58

Megadeal: Braukonzern Anheuser-Busch schluckt Corona

Der weltgrößte Brauereikonzern Anheuser-BuschInbev ("Becks", "Stella Artois") übernimmt den Corona-Hersteller Modelo komplett.
Foto: David Kennedy

(dpa/ta) - Der weltgrößte Braukonzern Anheuser-Busch Inbev („Beck's“, „Stella Artois“) will die mexikanische Grupo Modelo mit ihrer Biermarke „Corona“ komplett übernehmen. Geboten werden rund 20 Milliarden Dollar (gut 16 Mrd Euro).

Die Übernahmevereinbarung sehe eine Zahlung von 9,15 US-Dollar je Aktie vor, berichtete Anheuser-Busch Inbev am Freitag. Der Brauriese verspricht sich aus der Übernahme der restlichen Anteile jährliche Kosteneinsparungen von mindestens 600 Millionen Dollar. Modelo verkauft sein Bier nicht nur in Mexiko, sondern auch in den USA und in vielen weiteren Ländern.

Das meiste Bier kommt aus China

"Corona" wird in die Phalanx der Hauptmarken des Mutterkonzerns einziehen neben "Beck's", "Stella" und "Budweiser"“, sagte der Sprecher von Anheuser-Busch Inbev Deutschland, Oliver Bartelt. „Corona steht auf Platz vier der weltweit zehn größten Biermarken. Davon stammen dann künftig sieben aus unserem Haus“, erläuterte er. Ob es Auswirkungen auf den Vertrieb der Biermarke „Corona“ in Deutschland geben werde, bleibe abzuwarten.

Das meiste Bier wird im Ländervergleich in China hergestellt. Es folgen die USA, Brasilien, Russland, Deutschland und auf dem sechsten Platz Mexiko. Das meiste Importbier in den USA kommt aus Mexiko. Mit Abstand folgen die Niederlande, Kanada und Deutschland.

Die AB-Inbev-Biermarke „Budweiser“ ist nicht in Deutschland erhältlich. Das hierzulande vertriebene „Budweiser“ kommt von der tschechischen Staatsbrauerei Budvar.