Von Joe Turmes aus Maribor
„Wenn Freistöße entscheidend sind“, titelte das „Luxemburger Wort“ vor rund einem Jahr nach dem Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde in der Champions League.
Maribor hatte damals den Luxemburger Meister Düdelingen mit 2:0 besiegt. In dieser Saison hätte dieser Titel auch Gültigkeit gehabt. Die gegnerischen Standardsituationen brachen Düdelingen erneut das Genick.
Letztlich stand eine 1:4-Niederlage zu Buche, die die Chancen aufs Weiterkommen in das Play-off der Champions League auf ein Minimum sinken lässt.
Der Düdelinger Trainer Didier Philippe bleibt sich treu. Auch gegen NK Maribor verzichtete er auf Überraschungen in der Startaufstellung. Für den gesperrten Benzouien lief der gelernte Stürmer Idazza im offensiven Mittelfeld auf.
Kein Versteckspiel im Hexenkessel von Maribor
Düdelingen versteckte sich vom Anpfiff weg nicht im Hexenkessel von Maribor. Auch wenn der Gegner versuchte, dynamisch nach vorne zu spielen, so ließ sich Düdelingen davon in einer ersten Phase nicht aus dem Konzept bringen. Die Gäste versuchten sich nicht zu stark in die Defensive drängen zu lassen und die Zweikämpfe frühzeitig anzunehmen.
Dies sollte 10' lang funktionieren, ehe Maribor ein regelrechtes Powerplay aufzog. Zunächst wurde ein Schuss von Ibraimi in extremis von Tournut abgeblockt. 3' später brachte Prempeh Beric am linken Strafraumeck zu Fall. Alle rechneten mit einer Flanke, doch Mezga schoss den Ball humorlos ins kurze Eck.
Entscheidender Pass gelingt nicht
Nun musste F91 Düdelingen reagieren. Und von Minute zu Minute konnten die Düdelinger den Schock besser verdauen.
Zunächst war es Da Mota, der nicht genügend Druck hinter seinen Schuss bekam (15.'). 4' machte er es nach Vorlage von Idazza besser, doch der russische Schiedsrichter Nikolaev hatte eine Abseitsstellung des Flügelstürmers erkannt.
Auch wenn Düdelingen der entscheidende Pass nicht gelang, so wurde man in der Folge immer wieder aus der Distanz gefährlich. Zunächst war es Mittelstürmer Joachim, der Handanovic zu einer Glanztat zwang (25.'). 5' später war es Neuzugang Idazza, der sein Glück aus über 25 m versuchte. Handanovic lenkte den Ball zur Ecke.
Pfeifkonzert für Maribor
Die Anhänger der Lokalmannschaft reagierten mit einem gellenden Pfeifkonzert auf die in dieser Phase schwache Leistung ihrer Mannschaft. Die Düdelinger Spieler hatten allerdings großen Anteil daran, dass Maribor nicht zur Entfaltung kam. Allen voran Mittelstürmer Joachim, dem es gelang, mehrere Gegenspieler zu beschäftigen.
In der 38.' sollte Maribor aber eiskalt zurückschlagen. Nach einem Foulspiel von Tournut bekam der slowenische Meister einen Freistoß in zentraler Position vor dem Tor zugesprochen. Tavares versenkte den Ball, der von der gegnerischen Mauer abgefälscht wurde, aus 18 m zum 2:0. 4' später hätte es Düdelingen fast ein weiteres Mal erwischt. Joubert war nach einem Schuss von Tavares mit einem starken Reflex zur Stelle, ehe Ibraimi den Nachschuss nicht im Tor unterbringen konnte.
Nackenschlag nach der Pause
In der Halbzeitpause nahm F91-Trainer Philippe keine Wechsel vor. In der 47.' mussten die Gäste einen weiteren Nackenschlag hinnehmen, als Mezga Joubert mit einem platzierten Distanzschuss aus rund 25 m überwand.
Wer glaubte, dass Düdelingen sich jetzt geschlagen geben würde, hatte jedoch nicht mit dem Kampfgeist der Gästespieler gerechnet. In der 51.' bot sich Joachim die Riesenchance zu verkürzen, doch nach einer scharfen Hereingabe von Da Mota konnte er Handanovic aus kürzester Distanz nicht überwinden.
In der 65.' stellte der gegnerische Torhüter seine Klasse ein weiteres Mal unter Beweis, als er einen gut getretenen Freistoß von Steimetz um den Pfosten lenken konnte. Wer seine Chancen nicht verwerten kann, wird oft bitter bestraft. Dies war dann in der 77.' der Fall, als Beric den Ball zum 4:0 ins lange Eck schlenzte.
Joachim sorgte in der zweiten Minute der Nachspielzeit nach einem Aussetzer der gegnerischen Abwehrreihe mit seinem Treffer dafür, dass vor dem Rückspiel noch eine kleine Hoffnung für F91 besteht. Pech hatte Kitenge, der kurze Zeit nach dem Treffer von Joachim um ein Haar noch auf 2:4 verkürzt hätte. Handanovic war jedoch auch in dieser Szene überragend.
RM Hamm Benfica
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2:1 |
Differdingen
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Fola
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5:1 |
Etzella
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Käerjéng
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3:2 |
Kayl-Tetingen
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Düdelingen
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2:1 |
RFCU Lëtzebuerg
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Niederkorn
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2:0 |
Grevenmacher
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Canach
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3:0 |
Jeunesse
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Wiltz
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4:2 |
Petingen
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