Sport Veröffentlicht am 08.01.12 16:43

Mannschaft der Frauen mit dem zweiten Platz voll im Soll

England nutzte Athletik zum achten Turniersieg in 25 Auflagen

Gegen England konnte sich Luxemburg nicht durchsetzen.
Foto: Ben Majerus

(fs) - Ebenso wie die Männer konnten die Frauen beim Novotel Cup voll überzeugen. Mit dem zweiten Platz wurde mehr erreicht, als man erwarten durfte. Die vielen spieltechnischen Umstellungen und Umbesetzungen führten nämlich notgedrungen zu verschiedenen Durchhängern. Wichtig war allerdings, dass alle Spielerinnen zum Einsatz kamen und keine enttäuscht hatte.

Zum Rekordsieger des Novotel Cup avancierte England mit dem achten Gesamtsieg in 25 Jahren. In Erinnerung an die am 26. April 2008 ums Leben gekommene Denitza Krivova wurde Nathalie Braas als beste Jugendspielerin mit der ,,Trophy Deni Krivova’’ ausgezeichnet.

Sie hob vor allem das Mannschaftsspiel hervor und wollte ihre eigene Leistung nicht überbewertet wissen: ,,Jede hat alles gegeben und wir haben als Mannschaft gut zusammengehalten. Die Umstellungen sind nicht für jede leicht. Die Stimmung ist jedoch gut und wir besitzen alle eine positive Einstellung. Wir werden uns weiter steigern’’.

Trainer Detlev Schönberg sah man die Erleichterung an: ,,Ich bin stolz auf die Spielerinnen. Keine hat enttäuscht. Auch Laura (Palgen) wird noch ihre Chance erhalten. Uns gelang eine stetige Steigerung. Ende Mai findet die EM-Qualifikation hier in Luxemburg statt’’.

Braas sticht heraus

Eine glanzvolle Vorstellung bot Braas. Doch fehlte es ihr in vielen Phasen gegen die physisch stärkere Mannschaft aus England an der notwendigen Unterstützung. Stark auch das Aufschlagspiel, doch erwies sich die Fehlerquote in den entscheidenden Phasen als zu hoch.

England stellte die gröβere, athletischere und zusätzlich noch erfahrenere Mannschaft. Letztlich summierten sich diese Vorteile zu einem knappen Erfolg.

Luxemburg fand im ersten Durchgang nach einem 14:18-Rückstand zwar erneut Anschluss und konnte bei 22:24 den ersten Satzball abwehren. Ähnlich gestaltete sich der zweite Durchgang. Ein letztes Mal bei 13:12 in Front, musste Luxemburg locker lassen. Zu oft wurden Hoffmann und Mach vom starken englischen Block gestoppt. Die Risikobereitschaft von England beim Aufschlag wurde mit dem 25:21 belohnt. Im dritten Satz löste Breuer Kapitän Emeringer als Zuspielerin ab. Mit einer disziplinierten Spielweise gelang der entscheidende Umschwung vom 11:12 zum 16:12.

Auf der Gegenseite häuften sich zu diesem Zeitpunkt die individuellen Fehler und Luxemburg gelang mit 25:18 der Satzanschluss. Im vierten Durchgang wurde Luxemburg schnell zu einer Aufholjagd gezwungen. Der Block von England bestimmte das Geschehen, so dass die längeren Ballwechsel fast ausnahmslos verloren wurden. Ein letztes Mal bei 15:16 auf Tuchfühlung, musste sich Luxemburg schlieβlich 21:25 geschlagen bekennen.

Beste Leistung von Luxemburg

Gegen die in der Körpergröβe deutlich bevorteilten deutschen Jugendspielerinnen gelang der jungen Mannschaft um Kapitän Martine Emeringer eine kontinuierliche Steigerung.

Zwei Aufschlagserien der neu aufgebotenen Schmit und Weber sowie eine aus allen Lagen sicher treffende Braas konnten den Verlust des ersten Satzes allerdings nicht verhindern. Im zweiten Durchgang bestimmte Luxemburg sofort das Geschehen. Die Einwechslung von Mach wirkte sich höchst vorteilhaft aus. Über 8:4, 12:7 und 19:12 zog Luxemburg davon. Und wie hätte es anders sein können. Mit einer Aufschlagserie der absolut überragenden Turnierspielerin Braas erzwang Luxemburg mit 25:15 den Satzausgleich.

Den Gewinn des dritten Satzes verdankte Luxemburg einer disziplinierten Mannschaftsleistung mit Mach, Hoffmann und Braas am Abschluss. Ständig in Front geriet der Vorsprung nur einmal und zwar beim 20:19 in Gefahr. Im vierten Satz befand sich Luxemburg bis zur ersten Führung bei 16:15 in Lauerstellung. Gezielte Angriffsschläge bescherten einen deutlichen Vorsprung. Deutschland stemmte sich gegen die Niederlage und zögerte die Entscheidung bis zum vierten Matchball hinaus, den Braas zum 25:22 verwandeln konnte.

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