(aa) - In öffentlichen Gebäuden, in Restaurants oder am Arbeitsplatz werden Raucher heutzutage streng in die Schranken gewiesen oder gleich an die frische Luft gesetzt. Gleichzeitig oder vielleicht auch gerade deswegen greifen immer weniger Leute zum Glimmstengel als in früheren Zeiten, als der Marlboro-Cowboy noch durch die Prärie galoppierte oder der Camel-Abenteurer mit dem Jeep durch den Dschungel bretterte. Coole Helden sehen heute anders aus. Raucher haben ihren Vorbildcharakter längst verloren.
Wenn nun per Gesetz mit den Cafés und Diskotheken die letzten öffentlichen Reservate geschlossen und die wenigen verbleibenden Exemplare in Fumoirs gesperrt werden sollten, dürften die Raucher bald vom Aussterben bedroht sein. Wird auch Zeit, mögen einige denken, während andere Petitionslisten unterzeichnen und etwas Toleranz für die qualmenden Mitbürger einfordern.
Wie es nun genau um die Stimmung in der Bevölkerung bestellt ist, versuchte das Institut TNS-Ilres in seiner Frühjahrsumfrage zu ergründen, die im Auftrag des Luxemburger Worts und RTL durchgeführt wurde. Befragt wurden rund 1 200 Personen über 18 Jahren: Demnach sind 67 Prozent der Luxemburger für ein Rauchverbot in Cafés und Diskotheken, wobei 47 Prozent voll und ganz das Verbot befürworten und 20 Prozent "eher dafür" sind. Mit 31 Prozent ergreift weniger als ein Drittel der Luxemburger Partei für die Raucher: 19 Prozent sind "eher gegen" das Verbot während 12 Prozent sich ganz entschieden dagegen aussprechen.
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