(vb) - Dank hoher Löhne und vergleichsweise noch günstigen Lebenshaltungskosten ist die Kaufkraft der Berufstätigen in Luxemburg-Stadt so hoch wie in kaum einem anderen Wirtschaftszentrum der Welt. In einer am Freitag veröffentlichten Studie der Großbank UBS liegt Luxemburg bei der Kaufkraft weltweit auf Platz 3.
Die teuersten Städte der Welt sind Oslo, Tokio und Zürich, stellten die Forscher fest, indem sie einen Warenkorb aus 122 Produkten und Dienstleistungen verglichen. Luxemburg liegt in dieser Kategorie auf dem siebten Platz. Die Löhne dagegen sind nur in Zürich, Genf, Kopenhagen und Oslo höher. In Kopenhagen und Oslo steht zwar brutto mehr auf dem Gehaltszettel, doch wegen niedriger Abzüge landet Luxemburg vor den nordeuropäischen Hauptstädten. Selbst die Arbeitskräfte in New York verdienen weniger als in Luxemburg.
Für die Studie rechneten die UBS-Marktforscher Währungseffekte heraus und maßen die Preise und Löhne in einer einheitlichen Währung. Da in den letzten Jahren der US-Dollar und der Euro an Wert verloren, holten Städte in anderen Regionen der Welt auf.
Die höchsten Löhne werden jedoch noch immer in Nordamerika und Westeuropa bezahlt. Vergleiche zur Kaufkraft zieht die UBS-Studie anhand von Produkten, die überall erhältlich sind und weltweit ungefähr gleich viel kosten. An der Spitze der Kaufkraft die Schweiz: Berufstätige in Zürich können ein iPhone mit dem Lohn von 22 Stunden Arbeit kaufen, in Manila dauert dies 20 Mal länger.
Auch bei den Arbeitszeiten ergaben sich große Unterschiede. Lange arbeiten müssen Erwerbstätige in Asien, Südamerika und Afrika, in Westeuropa sind die Arbeitszeiten am kürzesten und die Arbeitnehmer bekommen am meisten Urlaub. Am kürzesten ist die durchschnittliche Arbeitswoche in den französischen Großstädten Paris und Lyon.