Lëtzebuerg Veröffentlicht am 08.06.09 04:56

LSAP büßt überraschend Sitz ein

(RoNa) - Mit ihrer starken Kandidatenliste, die ausschließlich aus Ministern, Abgeordneten sowie Bürgermeistern und Schöffen der verschiedenen Gemeinden bestand, hatte die LSAP sicherlich nicht damit gerechnet, am Wahlabend gerade in ihrer Hochburg Süden einen Sitz zu verlieren.

Völlig unerwartet ist der Stimmenverlust der LSAP im Süden. Lediglich in Rümelingen, Düdelingen, Kayl und Steinfort konnte die sozialistische Partei die CSV in die Schranken weisen und sich als stärkste Partei behaupten. Am meisten schmerzen dürfte die Sozialisten jedoch das Resultat aus Esch/Alzette, wo sie im Gegensatz zu 2004 (31,97 Prozent) gestern Einbußen hinnehmen mussten (28,23 Prozent). In Mandaten ausgedrückt muss die LSAP in der neuen Legislaturperiode auf einen Abgeordneten verzichten

CSV legte in fast allen Südgemeinden zu

Die CSV mit ihrem Zugpferd Jean-Claude Juncker legte in fast allen Südgemeinden zu. In der Endabrechnung verbessert sie sich aber nur ganz leicht von 35,60 auf 35,62 Prozent, was darauf zurückzuführen ist, dass in diesem Jahr mit acht Listen eine mehr als 2004 zur Wahl stand. Für die CSV macht das neun Sitze aus. Ein Teil der Stimmen, die die LSAP verlor, konnten „Déi Lénk“ für sich verbuchen und sich damit von 2,28 auf 4,13 Prozent verbessern. Das reicht, um sich für ein Mandat zu empfehlen.

Ebenfalls leicht zulegen konnte die KPL (von 1,68 auf 2,16 Prozent), für den Einzug ins Parlament reichte dieses Resultat jedoch nicht. Ganz leicht verbessern konnte sich die DP (von 9,48 Prozent auf 10,11 Prozent) und somit ihre zwei Sitze retten. Der nur unwesentliche Verlust von 8,45 Prozent auf 7,91 Prozent reicht der ADR ebenfalls, um ihre zwei Sitze zu halten Die neue „Biergerlescht“ kommt auf 1,69 Prozent , was deutlich über dem Resultat aus dem Norden (0,78 Prozent) liegt, aber trotzdem nicht für ein Mandat reicht.

Gast Gibéryen oder Tanja Gibéryen

Bei der CSV gewählt sind Jean-Claude Juncker, Francois Biltgen, Jean-Marie Halsdorf, Michel Wolter, Nancy Kemp-Arendt, Felix Eischen, Marc Spautz, Gilles Roth und Christine Doerner.

Die LSAP wird von Jean Asselborn, Mars di Bartolomeo, Alex Bodry, Lydia Mutsch, Lucien Lux, Lydie Err und Claudia Dall'Agnol in der Abgeordnetenkammer vertreten. Für die DP haben Claude Meisch und Eugène Berger den Sprung geschafft. Für „Déi Lénk“ ist André Hoffmann gewählt, von „Déi Gréng“ sind es Felix Braz und Jean Huss und beim ADR Vater Gast Gibéryen und Tochter Tanja Gibéryen. Hier wird eines der Familienmitglieder auf sein Mandat verzichten müssen. Nicht im Parlament vertreten werden die „Biergerlescht“ und die Kommunisten sein.

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