Colin Chapman hat seine Vision vom leichten Sportwagen zur Philosophie des von ihm im Jahre 1952 gegründeten Unternehmens „Lotus Engineering“ gemacht. Zwar starb Chapman 1982 an Herzversagen und wechselte das Unternehmen mehrfach den Besitzer, doch blieb die automobile Askese bis auf den heutigen Tag der Grundpfeiler der heute zum malayischen Proton-Konzern gehörenden britischen Sportwagenmarke. Aktuelle Vertreter der Leichtbau-Philosophie sind der Roadster Elise, die davon abgeleitete Sportvariante Exige S und das Coupé Europa S.
Einsteiger Lotus ist der Roadster Elise S mit 100 kW (136 PS), der Vierzylinder-Motor des Elise R leistet 141 kW (192 PS). Elise-Topmodell ist der SC (für Supercharged), dessen per Kompressor aufgeladener Motor 162 kW (220 PS) leistet und den leichten Roadster in 4,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt.
Der noch kompromisslosere Exige S leistet ebenfalls 162 kW (220 PS); mit Hilfe eines optionalen Performance-Packs lässt sich die Leistung auf 180 kW (245 PS) steigern.
Der derzeit alltagstauglichste Lotus ist das Coupé Europa mit 147 kW (200 PS) starkem Turbomotor, der – im Gegensatz zu den von Toyota stammenden Vierzylindern von Elise und Exige – bei Opel zugekauft wird. Als SE-Version leistet der Europa 165 kW (225 PS).
Ein Rennwagen alter Schule ist der auf dem „Barchetta“-Prinzip basierende 2-Eleven, dessen Insassen ohne Windschutzscheibe auskommen müssen. Sein 1,8-Liter-Motor leistet 188 kW (255 PS) bei 8 000 U/Min und beschleunigt den 670 Kilogramm leichten Wagen bei Bedarf in 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und maximal auf 250 km/h.