Sport Veröffentlicht am 26.07.10 13:35

Kim Kirchen: Sportliche Perspektiven noch ungewiss

Dreiköpfige Familie hält den Radprofi auf Trap

ob und wann Kim Kirchen wieder im Sattel sitzen wird, ist derzeit noch ungewiss.
Serge Waldbillig

(jw/dnr) - Bei der Präsentation der diesjährigen Gala Tour de France im hauptstädtischen Rathaus zeigte sich der Luxemburger Radprofi erstmals nach seiner Krankheit und der Geburt der Zwillinge in der Öffentlichkeit. Im Interview gab der Radprofi Auskunft über seinen Gesundheitszustand und die Zukunftspläne.

“Mir geht es gut, ich werde immer noch schnell müde und an Sport ist derzeit nicht zu denken. Aber es geht von Tag zu Tag besser”, sagte Kim Kirchen auf die obligatorische Frage nach seiner Gesundheit. Mitte Juni war Kim Kirchen nach einem Herzstillstand in ein künstliches Koma versetzt worden, aus dem er am 22. Juni erwachte. Kurz darauf wurde er stolzer Vater von Zwillingen. Wie alle Väter muss auch Kim Kirchen jetzt mit wenig Schlaf auskommen. “Nachts muss ich zwei bis dreimal aufstehen und das Wechseln der Pampers geht auch schon ganz gut. Man macht es gerne”, gestand er. Den Kindern und seiner Frau Caroline gehe es auch sehr gut. “Wir haben alles im Griff”, bestätigte Kirchen.

Ungewiss sind allerdings noch die sportlichen Perspektiven des Kim Kirchen. Ein endgültiges Resultat über die Ursachen seines Herzstillstandes liege bislang nicht vor. “Wir müssen Abwarten. Der Heilungsprozess kann Wochen oder Monate dauern. In diesem Jahr werde ich auf keinen Fall an einem Wettbewerb teilnehmen”, gab Kim Kirchen bekannt. “Nächstes Jahr hoffe ich allerdings, wieder Rad zu fahren”.

Andy persönlich gratulieren

Auf die hervorragenden Ergebnisse des Andy Schleck bei der Tour angesprochen, meinte Kirchen, dass er die Tour in Ruhe verfolgt habe. In seinen Augen war Andy besser als letztes Jahr, “aber zum Schluss war einfach nicht mehr drin”, kommentierte der Radprofi. Mit Andy sei aber auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder zu rechnen.

Ob Kim Kirchen am kommenden Donnerstag auch die Gala Tour de France besucht, ist nicht sicher. “Das hängt von meinen Kindern ab”, sagte er. “Ich bin noch nicht topfit, aber ich hoffe, dass es machbar ist, schließlich will ich Andy persönlich gratulieren”, lautete sein abschließende Aussage.

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