Lëtzebuerg Veröffentlicht am 03.02.12 16:23

Kälte legt Diesel-Autos lahm

Eigentlich müsste der Kraftstoff bis -20 Grad winterfest sein

Viele Diesel-Fahrer müssen am Morgen den Atem anhalten, ob ihr Auto noch anspringt.
Foto: Christian Mohr

(vb) – Der bitterkalte Winter macht nicht nur den Menschen zu schaffen. Auch für das Auto stellt die Kälte eine hohe Belastung dar. Laut ACL sprangen gerade am Freitagmorgen bei klirrend kalter Luft viele Autos mit Diesel-Motor nicht mehr an. Grund dafür war der Kraftstoff, der bei tiefen Temperaturen ausflockt und den Kraftstofffilter verstopft.

"Wir hatten heute 370 Einsätze, ein Viertel davon wegen gefrorenem Diesel", sagt ein ACL-Sprecher gegenüber wort.lu. Eigentlich müsste der jetzt verkaufte Diesel winterfest sein und bei Temperaturen bis hinunter auf -20 Grad noch flüssig sein. "Doch offensichtlich ist das nicht immer der Fall. Wir haben uns schon beim Groupement pétrolier erkundigt."

Der Automobilclub warnt die Autofahrer davor, präventiv Benzin dazu zu tanken. Vor allem moderne Motoren würden da nicht mitspielen.

Autos ein paar Stunden ins Warme stellen

Diesel kann bei niedrigen Temperaturen und ausflocken. Dabei entstehen Paraffinteilchen, die den Dieselfilter und das Sieb der Förderpumpe verstopfen können. Im Volksmund heißt es dann, dass der Diesel eingefroren ist. Es führt auf jeden Fall dazu, dass der Motor schon bald nicht mehr läuft. Das Problem lässt sich allerdings nicht so ganz einfach beheben.

"Die einzige Möglichkeit ist, das Auto in eine Garage mit milden Temperaturen zu stellen. Dann bilden sich die Flocken zurück und der Kraftstoff wird wieder flüssig", sagt der ACL Sprecher. Auch den Mechanikern des ACL bleibt nichts anderes übrig, als die Autos für ein paar Stunden in eine Halle zu stellen.

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