Von Hülya Atasoy
Deutschland ist im Wahlkampffieber und Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker mischt kräftig mit. Erst vor drei Wochen ließ sich Angela Merkel bei einer Wahlkampfveranstaltung in Trier von Juncker unterstützen – am Mittwochabend war es nun Bernhard Kaster, CDU-Bundestagskandidat, für den Juncker erneut in die Rolle des Zugpferds schlüpfte. Ort des Geschehens: Das Kloster Karthaus in Konz.
„Politik für Europa – Politik für unsere Region“ - unter diesem Thema steht die Ansprache von Jean-Claude Juncker, der rund zehn Minuten vor Veranstaltungsbeginn in einer schwarzen Limousine vorfährt. Zu diesem Zeitpunkt warten in dem Veranstaltungssaal bereits rund 300 Gäste. Zu wenige Sitzplätze sorgen dafür, dass sich die Besucher dicht an dicht an der hinteren Wand drängen.
Als der Premierminister Juncker dann gemeinsam mit Bernhard Kaster den Raum betritt, beginnt das Publikum zu jubeln und zu klatschen. Viele sind offensichtlich wegen Jean-Claude Juncker da.
Bernhard Kaster hält die Einführungsrede, in der er zuallererst ein Loblied auf Juncker singt. Man freue sich, Juncker begrüßen zu dürfen, denn er sei ein „großer Europäer“, der in der europäischen Politik unter anderem mit dem Maastrichter Vertrag seine Handschrift hinterlassen habe.
Kaster kommt auch auf die „gute Nachbarschaft zwischen Deutschland und Luxemburg“, die Notwendigkeit guter Verkehrsverbindungen zwischen beiden Ländern und auf die „stabile“ Politik von Angela Merkel zu sprechen.
Im Anschluss daran ergreift Karl-Heinz Frieden, Bürgermeister der Stadt und Verbandsgemeinde Konz, das Wort. Auch er versäumt es nicht, Juncker als einen „Freund der Region“ und einen „großen Politiker“ zu loben, bevor er dann die Aussagen des deutschen Finanzministers Peer Steinbrück und des SPD-Chefs Franz Müntefering, nämlich dass Luxemburg ein Paradies für Steuersünder sei, kritisiert. „Es war der falsche Weg, wie zuletzt über Luxemburg geredet wurde, denn so geht man nicht mit Freunden um“, sagt Frieden und kassiert dafür mächtig Beifall.
Mehr Applaus bekommt allerdings Juncker, als dieser gut 45 Minuten später und nach einer weiteren Vorrede von Christian Baldauf, dem Landesvorsitzenden der CDU Rheinland-Pfalz, an das Rednerpult tritt. Vermutlich ist allein seinem Kommen der große Besucherandrang zu verdanken. Wie gewohnt bringt er mit Witz und Humor die Menge zum Lachen.
Eigentlich hätte er, als "einziger noch lebender Ehrenbürger von Trier", an diesem Mittwoch in die älteste Stadt Deutschlands reisen sollen, schließlich feiere sie ihr 2025-jähriges Bestehen. Dass die Trierer ihn aber zu den Feierlichkeiten um 7 Uhr morgens in die älteste Stadt Deutschlands gebeten hätten, das leuchtet ihm – Ehrenbürger hin oder her – nun doch nicht ein. Stattdessen sei er nun eben nach Konz gekommen, um Bernhard Kaster, der sich als „treuer Freund Luxemburgs“ erwiesen habe, zu unterstützen. So wirbt er etwa mit den Worten für Kaster, dass er es sei, der die Probleme von Trier, Saarburg, Bitburg und Konz, laut Juncker die „Vororte von Luxemburg“, im Bundestag anspreche.
Nach einigen Worten über sein Demokratieverständnis sowie die Bedeutung und die Besonderheit der Großregion geht Juncker auch auf die Zugverbindung zwischen Trier und Luxemburg ein, die es dringend zu verbessern gelte. Ferner spricht Juncker darüber, dass man stolz darauf sein solle, was in Europa geschafft wurde. Man solle aber auch die Aufgaben Europas nicht vergessen. So erlässt er einen Appell, trotz der Krise die ärmeren Länder der Welt nicht aus den Augen zu verlieren. Gleichzeitig warnt er vor einem Zusammenbruch Europas und hebt die Bedeutung der sozialen Gerechtigkeit hervor.
Jede Menge Applaus erhält Juncker noch zum Ende seiner Rede, als er auch auf die Äußerung des SPD-Chef Franz Müntefering zu Steueroasen, wonach man früher Soldaten dorthin geschickt hätte, eingeht. In einem ernsten und strengen Ton sagt er: „Das ist ein Unding und so etwas stößt uns Luxemburgern auf.“
Nach rund 45 Minuten ist die Rede Junckers schließlich vorbei. Das Publikum feiert Luxemburgs Premierminister nicht nur mit einem risiegen Beifall, sondern auch mit Standing Ovations.
Kein Zweifel: Juncker ist der Stargast des Abends. Seiner Rolle als Zugpferd wurde er voll und ganz gerecht.
14'
13'
19'
Petingen
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3:0 |
Jeunesse
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RFCU Lëtzebuerg
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2:0 |
Düdelingen
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Fola
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1:2 |
Grevenmacher
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Rümelingen
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4:1 |
Kayl-Tetingen
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Hesperingen
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0:3 |
Differdingen
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Käerjéng
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3:0 |
RM Hamm Benfica
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Niederkorn
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5:2 |
Hostert
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