(dpa) - Die USA muss nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) für absehbare Zeit mit einem schwachen Wirtschaftswachstum rechnen. Die weltgrößte Volkswirtschaft legt demnach in diesem Jahr lediglich um zwei Prozent zu.
Im nächsten Jahr dürfte das Wachstum 2,25 Prozent betragen. Die Kernprobleme seien weiterhin schwacher Konsum, angeschlagener Immobilienmarkt sowie hohe Arbeitslosigkeit. Vor allem die Euro-Krise berge erhebliche Risiken für die US-Konjunktur, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten IWF-Jahresbericht zur Lage in den USA. Sinkende Nachfrage in Europa könne der US-Konjunktur schaden.
Zudem lauerten interne Gefahren durch eine angestrebte Haushaltskonsolidierung in den USA. Washington stehe vor dem Problem, einerseits die hohen staatlichen Schulden abbauen zu müssen, anderseits aber eine konjunkturelle Erholung nicht zu gefährden.
Gute Fortschritte seien bei der Reform des Finanzsektors erzielt worden. Aber auch hier gebe es weiterhin Risiken.