(vb) – Für die knapp 100 Häftlinge im Gefängnis Givenich ist es ganz besonderer Tag: Sie hatten die Gelegenheit, Großherzogin Maria Teresa die Hand zu schütteln und sich mit ihr auszutauschen. Der hohe Gast sah sich gründlich um in der Haftanstalt, die in mehr als einer Hinsicht richtungsweisend ist.
Wer vom Hauptgefängnis Schrassig nach Givenich verlegt wird, hat schon das große Los gezogen. Auf dem ehemaligen Hofgut tief im Osten des Landes machen die Häftlinge im halboffenen Vollzug eine Ausbildung oder gehen tagsüber bei Betrieben der Umgebung arbeiten. Abends müssen sie wieder in die Haftanstalt kommen und die Nacht in ihren Zellen verbringen.
Die Spannung beim Gefängnispersonal und bei den Häftlingen war groß, als am Freitagnachmittag die dunkle Limousine mit dem großherzoglichen Wappen in den Innenhof des ehemaligen Bauernhofs einfuhr. Trotz Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt zog es die Großherzogin vor, die Willkommensrede von Justizminister François Biltgen und Gefängnisdirektor Claude Lentz im Freien anzuhören. Ein ausführlicher Rundgang führte die Delegation durch alle Bereiche der Haftanstalt – von den Zellen über die Kantine und den Sporträumen bis zu den Werkstätten, wo die Häftlinge für das Berufsleben vorbereitet werden.
94 Häftlinge sind in Givenich untergebracht, davon neun Frauen. "Wir sind das einzige Haus in Europa, wo Männer und Frauen zusammen leben. Die Idee dahinter: Die Häftlinge sollen auf das Leben in Freiheit vorbereitet werden – und dort leben Männer und Frauen schließlich nicht getrennt", erklärt Minister Biltgen. Givenich dient anderen Ländern als Vorbild. Frankreich zum Beispiel hat nur ein ähnliches Gefängnis und möchte den halboffenen Vollzug stark ausbauen.
Im Luxemburger Strafvollzug verbüßt ein Viertel der Häftlinge seine Strafe in Givenich. Wer hierher darf und wer in Schrassig bleiben muss, entscheidet die Strafvollzugskammer.
Großherzogin Maria Teresa unterhält sich ausführlich mit Häftlingen und lässt sich von Gefängnisdirektor Lentz erklären, was passiert, wenn einer von ihnen abends nicht zurückkommt. Lentz antwortet: "Das kommt ab und zu vor, stellt aber keine Gefahr für die Gesellschaft da. Diese Häftlinge werden in aller Regel nach ein, zwei Tagen von der Polizei aufgegriffen." Für den Gefangenen bedeutet dies den Abschied von Givenich: Bei einem Fluchtversuch kommt er zurück nach Schrassig.
Die Großherzogin erkundigt sich nach der neuesten Form des Vollzugs, nämlich der elektronischen Fußfessel. Mit diesem Sender am Bein kann sich der Straffällige zwischen seinem Wohnort und dem Arbeitsplatz hin- und herbewegen. Er darf aber zum Beispiel nicht abends in ein Wirtshaus gehen oder sich an zwielichtigen Plätzen aufhalten.
Interessiert lässt sich die Großherzogin durch die Schreinerwerkstätten und die Gärtnerei herumführen und ist begeistert von dem Bauernhof mit seinen Kühen und Kälbern, den Eseln, Ziegen und den Kaltblut-Pferden. Auf den ersten Blick ähneln die blitzblank geputzten Stallungen einem Streichelzoo. Doch der Eindruck trügt: Spätestens abends in ihren Zellen wissen die Häftlinge ganz genau, wo sie wirklich sind: in einem Gefängnis.
flüssig
11'
16'
Petingen
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3:0 |
Jeunesse
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RFCU Lëtzebuerg
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2:0 |
Düdelingen
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Fola
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1:2 |
Grevenmacher
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Rümelingen
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4:1 |
Kayl-Tetingen
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Hesperingen
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0:3 |
Differdingen
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Käerjéng
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3:0 |
RM Hamm Benfica
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Niederkorn
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5:2 |
Hostert
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