Tour de France Veröffentlicht am 18.07.12 01:33

Herr Schleck, was nun? Ein Kommentar

Hand aufs Herz: Wer hat sich nicht schon mal die Frage gestellt, ob die Schlecks auch wirklich sauber fahren? Das Doping-Drama von Pau hat den Radsport wieder einmal dorthin geführt, wo der Veranstalter der Tour de France und auch die begeisterten Zuschauer ihn am wenigsten sehen möchten: In die Gosse! Und in dieser Gosse liegt nun ein Luxemburger …

Aus einem Helden der Nation wurde binnen Minuten ein dreister Verbrecher, ein schamloser Betrüger - zumindest in der Darstellung der Medien und natürlich auch in den Augen vieler Luxemburger.

Sollte die B-Probe aus Cap d’Agde positiv getestet werden, wird es für Fränk Schleck schwer werden, den Verdacht des Betrugs aus der Welt zu schaffen. Der Image-Schaden ist da und er wird auch bleiben, zumal nun wieder alte "Wunden" aufgerissen werden: Gab es da nicht einmal eine sehr merkwürdige  Geldüberweisung von Fränk Schleck an den Doping-Doc Fuentes?

2012 wird ein "Annus horribilis" für die Schlecks und das Luxemburger Radsportteam: RadioShack Nissan Trek im Chaos, Johann Bruyneel persona non grata, Flavio Becca mit Geldsorgen und nun ein schwerwiegender Doping-Verdacht gegen Fränk Schleck.

Was nun? Luxemburg ist klein, und die Aura eines Schleck dementsprechend groß ... und auch die Kollateralschäden bei diesem Doping-Drama. So wurde das Projekt eines Luxemburger Profiradsportteams binnen zwei Jahren zu einem Desaster. In Zukunft werden die Luxemburger Sponsoren vielleicht etwas länger grübeln, bevor sie die Entscheidung treffen, nochmals mit der Tour mitzufahren.

 

 

 

Positiver Dopingtest von Fränk Schleck: Hier bekommen Sie den Überblick

Die Nachricht über Fränk Schlecks positiven Dopingtest schlug ein wie eine Bombe. wort.lu berichtete zu diesem Thema in zahlreichen Artikeln, Hintergrundberichten und Kommentaren. Hier bekommen Sie den Überblick.