(jl) - Seit mehr als neun Jahren kämpft die Bürgerinitiative „Fir méi Liäwensqualitéit“ nun bereits gegen die Störungen durch den RTL-Sendebetrieb in Marnach – bislang ohne nennenswerten Erfolg. Doch steht die Initiative nun möglicherweise kurz vor dem Durchbruch.
Denn nachdem mittlerweile drei Urteile des Verwaltungsgerichts und eine formelle Mahnung des Arbeitsministers vorliegen, welche die Betreiber des „Broadcasting Center Europe“ (BCE) allesamt zur Einhaltung der auferlegten Immissionsgrenzwerte verpflichten, bestätigten am Montag sowohl Arbeitsminister Nicolas Schmit als auch Alain Flammang, „Chief Executive Officer“ des BCE, gegenüber dem „Luxemburger Wort“, dass man die Sendeanlage in Marnach auf absehbare Zeit zu schließen gedenke.
Im Rahmen einer Pressekonferenz der Bürgerinitiative „Fir méi Liäwensqualitéit“ hatte Präsidentin Romy Karier von einem Treffen am 16. Mai mit Arbeitsminister Nicolas Schmit berichtet, bei dem dieser erkärt hatte, dass die Betreibergesellschaft BCE angekündigt habe, den Sendebetrieb in Marnach einstellen zu wollen. Auf Nachfrage des „Luxemburger Wort“ bestätigten nun sowohl der Minister als auch der „Chief Executive Officer“ des BCE, Alain Flammang, dass man eine Schließung der Sendeanlage anstrebe.
Wann dies definitiv der Fall sein soll, wollte man seitens der BCE noch nicht sagen, allerdings spreche man von einer Einstellung des Sendebetriebs „auf absehbare Zeit“. Laut Arbeitsminister Nicolas Schmit solle eine Schließung „so rasch wie möglich“ erfolgen. Eine Verlängerung der am 3. Oktober auslaufenden Betriebserlaubnis dürfe wohl noch notwendig sein, allerdings müsse diese dann bereits ein festes Schließungsdatum beinhalten. Wie Alain Flammang zudem erklärte, sei auch die Suche nach einem Alternativstandort vom Tisch (im Juni 2007 war die Ortschaft Helzingen kurzzeitig ins Gespräch gebracht worden).
Zeit und Kosten für eine solche Option wolle man lieber in den Aufbau neuer Aktivitäten investieren. Für die Bürgerinitiative „Fir méi Liäwensqualitéit“ bleibt trotz allem der 3. Oktober, wenn die aktuelle Betriebserlaubnis der Sendeanlage ausläuft, das entscheidende Stichdatum, wie Präsidentin Romy Karier gestern erklärte: „Angesichts aller vorliegenden Kontrollmessungen, drei entsprechender Urteile des Verwaltungsgerichts und der formellen Mahnung durch Arbeitsminister Nicolas Schmit liegen unseres Erachtens hinreichend Fakten vor, damit dem BCE eine neue Betriebserlaubnis nur noch unter strikter Einhaltung der Immissionsgrenzwerte und ,sous peine de fermeture de l'établissement' erteilt werden kann“, so Romy Karier.
„Die Messberichte aus den Jahren 2003 bis 2006 bzw. aus dem Jahr 2009 haben klar ergeben, dass der erlaubte Immissionsgrenzwert innerhalb unserer Häuser zum Teil um das Neunfache überschritten wird und dies zweifellos von der Sendeanlage herrührt. Dies wird auch im dritten Urteil des Verwaltungsgerichts vom 12. Mai 2011 eindeutig anerkannt und dem muss auch am 3. Oktober Rechnung getragen werden“, so Karier, die sich gestern freute, dass Arbeitsminister Nicolas Schmit die Anliegen der Anwohner ernst nimmt, schließlich habe man auch Angst um die eigene Gesundheit.
Man fordere letztlich ein Bürgerrecht ein, auf eine gesunde Umwelt, ohne Störungen und ohne gesundheitliche Risiken. Dass solche vom Marnacher Sender ausgehen könnten, stritt Alain Flammang vom BCE allerdings „aufs Entschiedenste“ ab.
16'
7'
23'
Petingen
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3:0 |
Jeunesse
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RFCU Lëtzebuerg
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2:0 |
Düdelingen
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Fola
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1:2 |
Grevenmacher
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Rümelingen
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4:1 |
Kayl-Tetingen
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Hesperingen
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0:3 |
Differdingen
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Käerjéng
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3:0 |
RM Hamm Benfica
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Niederkorn
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5:2 |
Hostert
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