Lëtzebuerg Veröffentlicht am 08.08.12 17:54

Handgeschmiedete Fische und Laser-Gitarren

1. „Science Camp PLUS 2012“ diese Woche in Lultzhausen

(ArWa ) - Seit 2003 organisiert das Science-Club des Naturhistorischen Museums (MNHN),in enger Zusammenarbeit mit der Universität Luxemburg, der „Pins s.a.r.l“ und mit der Unterstützung des „Fonds National de la Recherche“ jeden Sommer einwöchige Jugendferiencamps, deren Ziel es ist, Kinder und Jugendliche in einer lockeren und spielerischen Atmosphäre an wissenschaftliche Aktivitäten heranzuführen.

Faul herum hängen in den Ferien? Nein danke. Viele Kinder sehnen sich nach Anspruchsvollem und Gelegenheit hierzu bekamen sie diese Woche im SNJ-Zentrum in Lultzhausen am Obersauerstausee. Hier fand während vier Tagen das erste „Science Camp PLUS 2012“ statt, das sich an 14- bis 17-Jährige richtete. 16 Jugendliche nahmen an den unterschiedlichsten wissenschaftlichen-, technischen- und sportlichen Aktivitäten teil.

Fische aus Metall

Einer der spektakulärsten Workshops war sonder Zweifel die kleine Schmiede, in der die Jugendlichen von Mitgliedern der „Hephaistos Brudderschaft Lëtzebuerg“ an die Kunst des Schmiedens herangeführt wurden. Hatten die Mitglieder der Bruderschaft das Schmieden von Fischen aus Metall übernommen, so war es an den Jugendlichen, die dazugehörigen „Gräten“ herzustellen, was sie auch mit sichtbarem Eifer erledigten. Daneben standen die Tage über mehrere hochinteressante Experimente auf dem Programm wie etwa die Beobachtung der Mikrofauna über und unter Wasser, dies um die Wasserqualität zu analysieren. In kleineren Gruppen wurden u.a. Elektro- oder Laser-Gitarren hergestellt. Die Einführung ins „Geocaching“ (moderne Schatz- bzw. Schnitzeljagd) mit GPS-Empfängern rief selbstredend bei den Jugendlich große Begeisterung hervor.

Warum fliegt die Rakete?

Aber auch das „Tüfteln“ kam nicht zu kurz, so mussten mit Hilfe von lediglich zwei Luftballons, ein paar Schnüren und einem kleinen Holzbrett zwei Ziegelsteine zum Schwimmen gebracht werden. Eines der Hauptziele dieses Camps war u.a. das Arbeiten in der Gruppe sowie die anschließenden Gesprächsrunden über das Wissen, das sich die Jugendlichen bei den Aktivitäten angeeignet hatten. Es würde, wie Erzieher Pol Zimmer es auf den Punkt brachte, nicht reichen, eine Rakete zum Fliegen zu bringen, sondern die Kinder sollten auch verstehen, warum diese Rakete fliegt. Bei diesen Diskussionsrunden ging es u.a aber auch um komplexere Themen, wie etwa: Ethik in den Wissenschaften.

Neben all diesen wissenschaftlichen Experimenten durften die sportlichen Aktivitäten auch nicht fehlen und so standen mit Kajak- und Mountainbike-Fahren sowie „Stand-Up-Paddeln“ auf dem Stausee gleich mehrere interessante Freizeitbeschäftigungen auf dem Programm.

Untergebracht waren die Jugendlichen und ihre Betreuer in der Jugendherberge der „Base nautique Lultzhausen“.

Angesichts der Erfolge dieser „Science Camps“-Freizeitaktivitäten für Jugendliche, bei denen die Nachfrage stetig zunimmt, wurde auch schon über eine Ausweitung auf eine Woche oder noch länger laut nachgedacht.