(dpa/jw) - Die Stadt Bonn hat nach langem Hin und Her grünes Licht für den Bau eines Beethoven-Festspielhauses gegeben. Damit kann das spektakuläre Großprojekt, das lange auf Eis lag und für das schon fertige Architekten-Entwürfe vorliegen, nun angegangen werden.
Zu den zwei Architekten-Entwürfen, die noch im Rennen sind, gehört auch das Projekt “Die Welle” des Luxemburger Architektenbüros Hermann & Valentiny aus Remerschen. Der prestigeträchtige Bau war zuletzt wegen Streitereien um die Finanzierung und den Standort auf Eis gelegt worden. Insgesamt soll der Prachtbau bis zu 100 Millionen Euro kosten, die privat finanziert werden.
Von den drei Großsponsoren waren zuletzt die Postbank und die Deutsche Telekom abgesprungen. Allein die Postbank sollte 30 Millionen Euro beisteuern. Jetzt soll das gesamte Projekt über Spenden, Sponsoren und über eine Finanzierung der öffentlichen Hand gestemmt werden.
Der Rat der Geburtsstadt Beethovens sprach sich am Donnerstagabend mit breiter Mehrheit für einen Bau in der Rheinaue aus. Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) sagte: "Jetzt können wir mit Elan an die Realisierung gehen."
Die Planungen für den Prestigebau gehen auf das Jahr 2009 zurück, als ein Architekten-Wettbewerb ins Leben gerufen wurde. Der Luxemburger Entwurf “Die Welle” konnte sich unter den zehn Teilnehmern durchsetzen und steht mit dem Vorschlag des Londoner Architekten Zaha Hadid (“Diamant”) in der Endausscheidung. Ursprünglich sollte das Bonner Konzerthaus bereits 2012 fertiggestellt sein, jetzt wird damit gerechnet, dass der Bau rechtzeitig zum 250. Geburtstag Beethovens im Jahr 2020 stehen soll.