International Veröffentlicht am 10.08.12 11:15

Frankreich: 20.000 Luxemburger in sechs Monaten geblitzt

Frankreich schließt mit immer mehr Ländern Abkommen ab, um auch ausländische Autofahrer, die geblitzt wurden, zur Kasse bitten zu können.
Foto: Gerry Huberty

(hay) - Für die einen sind sie ein wichtiger Faktor in Sachen Verkehrssicherheit, wiederum andere sehen in ihnen eher eine reine Abzocke: Es ist von Radargeräten die Rede. In Frankreich sind sie - anders als in Luxemburg - ein fester Bestandteil im Straßenverkehr und bringen dem Land Einnahmen in Millionenhöhe ein.

Im vergangenen Jahr etwa spülten die Blitzer-Bußgelder satte 639 Millionen Euro in die Staatskasse. In diesem Jahr dürfte es ähnlich viel, wenn nicht sogar noch mehr werden, ist schließlich die Installation weiterer Blitzgeräte geplant. Außerdem schließt Frankreich mit immer mehr Ländern Abkommen ab, um auch ausländische Autofahrer zur Kasse bitten zu können.

Neues Abkommen mit Belgien

Ganz neu ist etwa ein entsprechendes Abkommen mit Belgien, das seit dem 1. Juli gültig ist und das eine ergiebige Einnahmequelle zu werden scheint. Wie nämlich die Onlinezeitung LesEchos.fr meldet, wurden in dem ersten Monat bereits über 47.000 Belgier geblitzt. Sie alle erwartet ein Bußgeld-Bescheid.

Was Luxemburg anbelangt, so liegen für dieses Land dem Bericht zufolge aktuelle Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2012 vor. Demnach sind während der ersten sechs Monate 20.000 Luxemburger Autofahrer in Frankreich mit zu hoher Geschwindigkeit ertappt worden. Das Abkommen mit dem Großherzogtum schlossen die Franzosen übrigens im Jahr 2005.

Das schlechteste Benehmen im französischen Straßenverkehr legen übrigens die Deutschen an den Tag. Es heißt, dass sie pro Jahr bis zu 1 Million Mal in die Radarfalle tappen. Bußgeld-Bescheide bekamen aber die betroffenen Autofahrer bislang noch nicht. Allerdings soll sich das ab 2013 durch eine entsprechende Vereinbarung zwischen Frankreich und Deutschland ändern.