Tour de France Veröffentlicht am 01.07.12 19:53

Fränk Schleck: „Ein guter Tag für uns“

Zufriedenheit im Lager des Luxemburger ProTeams

Fränk Schleck: "Die Mannschaft hat eine hervorragende Arbeit abgeliefert."
Foto: Serge Waldbillig

(jot/jg) - Viel Andrang herrschte nach der ersten Etappe beim Mannschaftsbus des Teams RadioShack-Nissan-Trek. Ob baskische, deutsche oder Luxemburger Journalisten: Alle wollten eine Reaktion von den Fahrern des Teams RadioShack-Nissan-Trek bekommen. Und diese nahmen sich auch Zeit.

Allen voran Fränk Schleck, der nach einer ersten kurzen Stellungnahme eine Dusche nahm, um danach noch ein weiteres Mal vor dem Bus aufzutauchen, um alle Fragen ausführlich zu beantworten. Er zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Etappe: „Die Mannschaft hat eine hervorragende Arbeit abgeliefert und Andreas (Klöden) und mich bestens beschützt. Da Maxime (Monfort) die Straßen in- und auswendig kennt, übernahm er die Kontrolle und dies hat hervorragend geklappt. Ein guter Tag für uns“, erklärte der 32-Jährige nach erledigter Arbeit.

Im Finale ließ er sich nicht überraschen und fuhr innerhalb der ersten 48-köpfigen Spitzengruppe ins Ziel: „Jeder wollte plötzlich auf den letzten Kilometern vor der Steigung ganz vorne sein. Ich fühlte mich nicht sehr wohl, habe die Situation allerdings gut gemeistert und auch dank der Arbeit von Chris (Horner) konnte ich mich erneut vorne positionieren. Als ich merkte, dass ich den Sprung in die richtige Gruppe geschafft hatte, beließ ich es dabei. Wichtig ist vor allem, dass die Beine sich auf den letzten Hektometern gut anfühlten, dies stimmt mich positiv für die anstehenden Herausforderungen.“

Sportminister Schneider: "Die Atmosphäre war toll"

Jens Voigt zeigte sich gut gelaunt: „Es gibt kaum schönere Trikots als das Gelbe Trikot, die man verteidigen kann. Somit war die Marschroute für den Tag klar. Fabian Cancellara hatte wiederum einen herrlichen Tag erwischt und er hätte um ein Haar sogar die noch Etappe gewonnen.“ Der deutsche Routinier richtete den Blick aber auch bereits nach vorne: „Meine Aufgabe wird darin bestehen, Fränk Schleck und Fabian Cancellara so gut wie möglich zu beschützen. Ich hoffe allerdings, dass die Sprinterteams uns stärker als auf der ersten Etappe bei der Tempoarbeit unterstützen werden.“

Sportminister Romain Schneider, der den Prolog und die erste Etappe vor Ort verfolgt hatte, konnte man auch beim Mannschaftsbus antreffen. Sein Fazit fiel positiv aus: „Es war schön, beim Auftakt dabei zu sein. Man konnte sich einen Eindruck über die Form der Fahrer verschaffen. Die Atmosphäre war toll. Man hat gemerkt, dass Belgien eine Radsportnation ist.“ Angesprochen auf die Chancen des einzigen Luxemburger Teilnehmers meinte der LSAP-Politiker: „Fränk hat beim Zeitfahren keinen zu großen Rückstand hinnehmen müssen. Er ist ein sehr erfahrener Fahrer. Er wird sich von Etappe zu Etappe neu konzentrieren. Klar ist, dass RadioShack-Nissan-Trek beim Auftakt sehr viel Selbstvertrauen getankt hat.“

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