Von Christian Mohr
Knapp sechs Jahre sind her, dass Betty Fontaine an die Spitze der Brauerei in Wiltz trat. Seitdem hat die Ingenieurin in Elektro-Mechanik ihren kleinen, aber feinen Betrieb zukunftsfähig umstrukturiert, wurde zur Vorsitzenden des Brauereiverbands gewählt, gehörte zu Luxemburgs Top 100 der einflussreichsten Wirtschaftsentscheidungsträgern und gewann 2008 den Preis „Dexia Woman Business Manager of the year“. Die heute 32-Jährige hat sich von dem für Frauen meist unerreichbaren Erfolg nicht blenden lassen und steht fest mit zwei Füßen auf dem Boden: „Man darf dies alles nicht überbewerten. Es steht noch viel Arbeit vor der Tür!“
Und diese Arbeit will Betty Fontaine auch künftig gemeinsam im Gespräch mit ihren Mitarbeitern meistern – ohne einzuknicken. Der Ausdruck „Eiserne Lady“ wäre zwar etwas zu gewagt, doch zeichnet sich ihr Führungsstil gerade durch den Mix einer eisernen und einer ruhigeren Hand aus: „Es bringt dem Unternehmen nichts, wenn die Leitung Schwäche zeigt oder Nachlässigkeiten duldet.“ Ihren Vater beschreibt sie als kulanteren Chef. Minderwertigkeitskomplexe wegen ihres Geschlechts sind ihr fremd: „Wie bei jedem Führungswechsel in der Chefetage üblich, wurden auch in der Brauerei Simon vor sechs Jahren einige Parameter neu
definiert.
Recht schnell nach Abschluss meines Studiums wurde mir die Geschäftsleitung übertragen. Das war ein Sprung ins kalte Wasser. Den Fehler, sich zu unterschätzen, wie es allgemein bei Frauen in der Wirtschaft der Fall ist, musste ich schnellstens korrigieren.“ Von Frauenbewegungen hält Betty allerdings wenig: „Feminismus ist Blödsinn. Zwei betriebsinterne Faktoren können Frauen die Karriere versperren. Erstens teilen meist Männerclubs Posten unter sich auf. Zweitens fehlt es ihnen an Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen. Frauen dürfen sich nicht fürchten, um mit der Tür ins Haus zu fallen. Männer handeln genauso.
“Deutliche Worte findet die junge Frau, die in ihrer Schulzeit förmlich ständig den Titel ,d’Meedchen aus der Simon-Brauerei‘ auf die Stirn geschrieben hatte, zu der Zukunft des Gerstensaftes: „Wir setzen weiterhin mit Spezialbieren auf eine Nischenpolitik.“ Aggressive Markteroberungen würden nicht zum Gesicht des Unternehmens passen. Die Generaldirektorin ist sich darüberhinaus ihrer Verantwortung als regionaler Wirtschaftsträger bewusst: „Bei den Zutaten setzt Simon so weit wie möglich auf regionale Erzeugnisse. Wer regionale Zulieferer unterstützt, erhält Arbeitsplätze in der Umgebung und darf beim Bierkonsum auf das Vertrauen einer regionalen Kundschaft zählen“.
Ihre Produktpalette vervollständigte Betty 2007 mit dem Bier „Okult N° 1“ aus biologischem Anbau. „Die Ressourcen und die Natur zu schonen, das wird zusehends an Bedeutung gewinnen“, so die weitsichtige Chefin aus der Brauereistadt Wiltz. An die künftigen Studenten richtet Betty Fontaine den Appell, den Sprung über die Landesgrenzen hinaus zu wagen – zumindest für ein oder zwei Jahre: „Es verändert die Denkweise, wenn man sich über einen längeren Zeitraum im Ausland aufhält. Ein Plus, das im Berufsleben durchaus zum Tragen kommt“.
Betty Fontaine warnt indessen vor unbedachtem Alkoholkonsum – auch während des Studiums: „Man soll sich seiner Konsequenzen immer bewusst sein. Feiern in der Studienzeit sind toll. Doch sollte man am Tag danach den Weg an die Uni zurückfinden. Da sind Spezialbiere wie wir sie brauen, die sich als Genussmittel und nicht zum ,Komasaufen‘ verstehen, gerade die richtige Alternative,“ lacht die gewiefte Marketing-Strategin.
flüssig
12'
16'
Petingen
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3:0 |
Jeunesse
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RFCU Lëtzebuerg
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2:0 |
Düdelingen
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Fola
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1:2 |
Grevenmacher
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Rümelingen
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4:1 |
Kayl-Tetingen
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Hesperingen
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0:3 |
Differdingen
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Käerjéng
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3:0 |
RM Hamm Benfica
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Niederkorn
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5:2 |
Hostert
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