(str) - Vor knapp zwei Wochen hat Facebook die Chronik, in Englisch „Timeline“ freigeschaltet. Eine Art Zeitstrahl erlaubt es nun, alle bisherigen Einträge chronologisch geordnet auf einen Blick einzusehen. Die Privatsphäre-Einstellungen bleiben unverändert. Dennoch wird zu Vorsicht im Umgang mit der Timeline ermahnt.
So könnten beispielsweise etwa ältere Beiträge, die zuvor nur für einen kleinen Personenkreis sichtbar waren, jetzt wesentlich mehr Kontakten zur Verfügung stehen. Wie die rheinland-pfälzische Landeszentrale für Medien und Kommunikation in einem auf dem Internet-Portal klicksafe.de veröffentlichten Leitfaden schreibt, nutzt Facebook ebenfalls bestehende Informationen über den Nutzer, um Lebensereignisse zu erstellen, so etwa das eigene Geburtsdatum oder das der Geschwister.
Klicksafe empfiehlt zudem die siebentägige Frist zwischen der Freischaltung und der Aktivierung auszunutzen, um die in der Timeline aufgezeigten Beiträge anzusehen und sie gegebenenfalls zu löschen oder die Sichtbarkeit einzuschränken. Ereignisse, die längst in Vergessenheit geraten sind, könnten ungewollt wieder in den Vordergrund rücken.
Zudem wird davor gewarnt, dass die Chronik, wenn sie einmal aktiviert wurde, nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Derzeit sei die Umstellung zur Chronik noch freiwillig. Dies könne sich aber möglicherweise in Zukunft ändern.