Von Christian Mohr
Ihr Job ist in Gefahr – so wie der unzähliger anderer Milchbauern quer durch Europa. Nach der Talfahrt der Preise fürchtet Myriam Binck, 21, aus Eschette um ihre Zukunft. Bleibt der Milchpreis weiter im Keller, so will sich die wohl jüngste Bäuerin landesweit erneut an
Protestkundgebungen beteiligen. „Wegen des miserablen Preises verzögern sich Investitionen in den Hof, etwa in neue Stallungen,“ klagt die Bäuerin, deren knappe Freizeit das Amt der Präsidentin der „Jongbaueren an Landjugend Zenter“ komplett ausfüllt.
Myriam Binck ist gewiss kein Weichei. Von Natur aus ist sie es gewohnt, kräftig anzupacken. Doch der Milchpreis hat ihr arg zugesetzt: „Die Molkereien zahlen derzeit 23,5 Cent pro Kilogramm Milch. Im Sommer wird der Preis einen neuen Tiefstand von 20 Cent erreichen. Genau die Summe, die uns die Bank zur Schuldentilgung bei möglichen Investitionen abverlangen würde. Da bleibt kein Cent mehr übrig. 43 Cent pro Kilogramm Milch ist das äußerste Minimum zum Überleben. Woher kommt sonst das Geld für Benzin, Traktoren, Futter, Dünger, Wasser, Elektrizität, Arbeitsgehilfen und den eigenen Lohn?“ Für alle Milchjungbauern sei die Lage demotivierend. Täglich melkt Myriam ihre rund 75 Kühe, gibt ihnen Futter, führt sie auf die Wiese – ohne Aussicht auf Besserung.
Während Gleichaltrige wohl von einem schicken Sportfahrzeug träumen richtet sich Myriams Blick in ganz andere Dimensionen: „Ein Stall für 120 Milchkühe. Das ist mein Traum“. Offiziell führt Vater Francis den landwirtschaftlichen Betrieb. Doch arbeitstechnisch gesehen steht Myriam ihm in nichts nach: „Manche männlichen Kollegen dachten anfangs noch, ,da kommt ein naives, blondes Püppchen, das wir übers Ohr hauen können‘.“ Doch weit gefehlt! Myriam wies diese ,old-fashioned‘ denkenden Berufskollegen umgehend in die Schranken.
Trotz Milchkrise steht der Bauernhof dank Getreideanbau und Ferkelproduktion auf stabilen Füßen – Stichwort: wirtschaftliche Diversifikation. Vor ihrem definitiven Eintritt in den landwirtschaftlichen Beruf hatte Myriam auf Anraten der Eltern die Fachrichtung Krankenpflegerin ausgewählt und erfolgreich beendet.
Früh bemerkte die aufgeweckte Frau, dass sie zu einem naturnahen Job berufen sei: „Jeden Tag nach Schulschluss flog mein Ranzen in die Ecke und ich packte mit an im Stall.“ Der Weg zurück in die Schulbank – Ackerbauschule – war nur die logische Konsequenz. Viel Zeit zum Vorbereiten von Protestaktionen bleibt Myriam derweil kaum.
„Es gibt immer was zu tun“ – gerade in den wärmeren Monaten. Etwa bei Kalbsgeburten, wo sie mit „Manneskraft“ zu Werke geht – wie diejenige, die unerwartet während dieses Interviews für „Smart Summer 09“ zustande kam. Für ihr Hobby, die Landschaftsgärtnerei, bleibt auch wenig Zeit. Der Mähdreschercross am 30. August in Rammerich steht vor der Tür – und Myriam ist als Organisatorin gefragter denn je ...
flüssig
12'
16'
Petingen
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3:0 |
Jeunesse
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RFCU Lëtzebuerg
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2:0 |
Düdelingen
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Fola
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1:2 |
Grevenmacher
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Rümelingen
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4:1 |
Kayl-Tetingen
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Hesperingen
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0:3 |
Differdingen
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Käerjéng
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3:0 |
RM Hamm Benfica
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Niederkorn
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5:2 |
Hostert
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