Sport Veröffentlicht am 23.07.11 15:01

Evans vor Toursieg - Zwei Schlecks auf dem Podium

Glückwünsche von Jean-Claude Juncker

Cadel Evans wird die 98. Tour de France gewinnen.
Foto: AFP
Andy Schleck hat alles gegeben, doch der Australier war im Zeitfahren schneller.
Foto: Serge Waldbillig

(dpa/str) - Cadel Evans wird die 98. Tour de France gewinnen. Der Routinier aus Australien stürmte im entscheidenden Einzelzeitfahren am Samstag in Grenoble in der Gesamtwertung an den Brüdern Andy und Frank Schleck vorbei und wird sich damit am Sonntag in Paris als erster Australier in der Tour-Historie feiern lassen. Das letzte Teilstück auf die Champs Élysées ist für die Klassementfahrer traditionell nur ein Schaulaufen. Evans geht mit 1:34 Minuten Vorsprung auf Andy Schleck auf die letzten 95 Kilometer. Fränk Schleck liegt 2:00 Minuten zurück.

Der deutsche Tony Martin feierte dagegen schon beim 42,5 Kilometer langen Zeitfahren den größten Sieg seiner Karriere. Der 26-Jährige war im Kampf gegen die Uhr nicht zu schlagen und rehabilitierte sich damit zumindest ein wenig für die insgesamt enttäuschende Tour. „Das ist die Erfüllung eines langgehegten Traums“, sagte Martin jubelnd, nachdem er im Ziel völlig erschöpft, aber überglücklich auf den Asphalt gesunken war.„ Heute hatte ich ein Super-Feeling.“ Er verwies Evans nach 55:33 Minuten um 7 Sekunden auf den zweiten Platz der Tageswertung. Dritter wurde der dreifache Toursieger Alberto Contador 1:06 Minute hinter Martin.

Der zweimalige Tour-Zweite Andy Schleck muss sein in den Alpen erobertes Gelbes Trikot wieder ausziehen. Im Zeitfahren war er Evans klar unterlegen und kassierte auf den Australier einen Rückstand von 2:33 Minuten.

Glückwünsche vom Premier

Premierminister Jean-Claude Juncker ließ es sich am Samstagabend nicht nehmen, Andy und Fränk Schleck persönlich zu ihren hervoragenden Leistungen bei der Tour zu gratulieren. Am Telefon sprach dann nicht nur mit den beiden Brüdern sondern auch mit den Eltern.

In einem offiziellen Schreiben unterstreicht der Premier, dass die Leistung der Brüder dem ganzen Land Freude bereitet und es mit Stolz erfüllt habe. "Während drei Wochen habt ihr das ganze Land zum beben gebracht und das bei einer unvergesslichen Tour, die ihr vom Beginn bis zum Schluss animiert habt", schreibt Jean-Claude Juncker.

Mit ihrem zweiten und dritten Platz hätten es zum ersten Mal zwei Brüder geschafft, am Ende der Tour gemeinsam auf dem Podium zu stehen. Das sei eine gute Motivation für die kommende Tour, bei der er wie auch das ganze Land hinter ihnen stehen würde und die man bereits ungeduldig erwarte. "Herzlichen Glückwunsch für diese unvergessliche Leistung und das gute Bild, das ihr der Welt vom Großherzogtum vermittelt habt", so Juncker. "Bravo Andy! Bravo Frank!"

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