(mk/dpa) - In den beliebten Reisezielen Spanien, Italien und Portugal erhielten vier von fünf Badestellen die Note "ausgezeichnet". Dies geht aus dem neuesten Bericht zur Qualität der europäischen Badegewässer hervor, den die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel vorstellte. In Luxemburg hieß es 2011 in neun von 20 Gewässern "Baden verboten!" oder "Geschlossen!".
22 000 Stellen wurden unter die Lupe genommen, mit dem Resultat, dass die Wasserqualität an Europas klassischen Urlaubsstränden gut ist. Das sauberste Wasser bieten Zypern, Kroatien, Malta und Griechenland.
Entsprechend einer Grafik erfüllten aber kaum mehr als die Hälfte der luxemburgischen Gewässer die Anforderungen der 2006 erlassenen europäischen Richtlinien. Zusammen mit den Niederlanden, Litauen und Belgien würde das Großerherzogtum einen erstaunlich niedrigen Prozentsatz an Gewässern aufweisen, die die strikten Kriterien einhalten würden, so die Studie.
Mit mehr als zehn Prozent nicht-konformer Gewässer nehmen die Niederlande gar einen unrühmlichen negativen Spitzenplatz ein. In Deutschland hingegen ist Baden und Schwimmen fast überall bedenkenlos möglich. Mehr als 95 Prozent der Gewässer genügen dort den Mindestanforderungen der EU.
Die regelmäßige Überwachung der Wasserqualität unterliegt den örtlichen Behörden der einzelnen Länder. In Laboratorien werden entnommene Proben untersucht. Gemessen wird die Konzentration von Bakterien, die auf Verschmutzung durch Abwässer oder Gülle hinweisen. Bei mangelhafter Qualität müssen Warnungen ausgegeben werden.