Lëtzebuerg Veröffentlicht am 16.01.12 05:56

Erste Baustelle wird vorbereitet

PriceWaterhouseCoopers wird erstes Projekt im neuen Viertel umsetzen

Zwischen der Rue Raiffeisen und der Rue Robert Stumper haben die ersten Arbeiten begonnen.
Foto: Guy Jallay

Von Raphael Zwank

Die ersten Bagger sind im Ban de Gasperich angerollt: Seit Freitag entsteht eine Zugangsstraße zum Gelände, auf dem PriceWaterhouseCoopers (PWC) seine neue Europäische Akademie errichten wird. Weil der Bau des neuen Boulevard Kockelscheuer noch nicht begonnen hat, wird das PWC-Gebäude wohl provisorisch an die bestehende Rue Raiffeisen angebunden werden.

Auf dem 70 Hektar großen Areal im Süden der Hauptstadt entsteht bekanntlich in den kommenden Jahren ein neues Stadtviertel mit Auchan-Einkaufszentrum, einem Hotel, dem neuen Zentrum für die Rettungsdienste, dem „Lycée Vauban“, aber auch mit Wohnungen und dem größten Park der Stadt.

Als Erstes entsteht die europäische Akademie von PriceWaterhouseCoopers. Den entsprechenden Teilbebauungsplan (PAP) für rund 50 000 Quadratmeter Büroraum hatte der Gemeinderat im Oktober 2010 genehmigt. Die Akademie wird sich auf dem sogenannten Los G am geplanten Boulevard Kockelscheuer befinden. Weil das Gebäude aber wohl vor dem Boulevard fertiggestellt sein wird, ist eine provisorische Anbindung an das bestehende Straßennetz vorgesehen. In diesen Tagen entsteht zunächst eine provisorische Trasse, um den Baumaschinen zu erlauben, zur Baustelle des PWC-Gebäudes zu gelangen.

Das Gesetz über die Umwandlung der Rue Raiffeisen zum Boulevard Raiffeisen und den Bau des Boulevard Kockelscheuer hatte das Parlament 2010 verabschiedet.

Bauvorhaben im übrigen Ban de Gasperich

Was die Bebauung des übrigen Ban de Gasperich betrifft, informiert seit August 2011 ein Schild auf einem Acker an der Rue Raiffeisen über die angefragten Baugenehmigungen für zwei „îlots“ des „PAP Grossfeld ZM Nord“. Dabei handelt es sich um das „îlot C“, auf dem ein Einkaufs- und Verwaltungszentrum mit Auchan entstehen soll, und um Los B1 des „îlot B“, wo ein Hotel, Fitnesseinrichtungen und Büros vorgesehen sind.

Neben den Boulevards sind weitere Straßen und Infrastrukturen erforderlich, um das Areal zu erschließen. Der Gemeinderat hatte diese Projekte mit Kosten von 59,4 Millionen Euro am 18. Juli 2011 genehmigt. Dazu gehören die Wasserleitungen, das Fernwärmenetz, die Beleuchtung der kleineren Straßen, die Ampeln sowie das Strom-, Gas- und Telekommunikationsnetz. Ebenfalls am 18. Juli 2011 genehmigte der Gemeinderat eine Konvention mit dem Promotor, die festhält, dass zehn Prozent der Wohnungen als erschwinglicher Wohnraum vorzusehen sind.

Von März bis Mai 2011 hatten Archäologen des Nationalmuseums für Geschichte und Kunst präventiv Ausgrabungen durchgeführt. Dabei war manches Interessante, aber nichts vor Ort Erhaltenswerte zutage getreten. Die Gesellschaft „Grossfeld PAP“, der Promotor der Bauprojekte im Ban de Gasperich, hatte die Ausgrabungen über einen Monat lang finanziert – auch im eigenen Interesse, da somit schon zu Beginn der Bauarbeiten feststeht, dass diese nicht wegen archäologischer Funde unterbrochen werden müssen.

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