Lëtzebuerg Veröffentlicht am 01.01.01 01:01

Ein nationales Fußballstadion für Liwingen

Das neue nationale Stadion soll gut informierten Kreisen zufolge zwischen der Eisenbahn und der Bettemburger Autobahnanbindung entstehen.
Guy Jallay

(Cl.F./RoNa) - Wie Premierminister Jean-Claude Juncker bereits während des Pressebriefings nach dem Ministerrat am vergangenen Freitag durchblicken ließ, ist die Standortfrage für das neue nationale Fußballstadion jetzt endgültig geklärt: Es wird in Liwingen (Gemeinde Roeser) entstehen. Das bestätigte auch der Präsident des nationalen Fußballverbandes FLF, Paul Philipp, am Dienstag gegenüber Radio DNR.

In einer eher beiläufigen Erwähnung hatte Jean-Claude Juncker am vergangenen Freitag während des Pressebriefings den Standort des neuen nationalen Fußballstadions bekannt gegeben: In Bezug auf Liwingen als Standort-Alternative für das geplante „Wickrange Shopping Center“ (Wickringen sei nicht IVL-konform) hatte der Regierungschef präzisiert, dass dieses eventuell neben dem neuen nationalen Fußballstadion entstehen könnte.

Weitere Details über das neue nationale Fußballstadion in Liwingen – „wou och nach aner Saachen mat drunhänken“, so Paul Philipp im DNR-Interview – sollen morgen Donnerstag im Sitz der FLF in Monnerich in Anwesenheit von Sportminister Jeannot Krecké und des Bürgermeisters der Gemeinde Roeser, Tom Jungen, bekannt gegeben werden.

Dort soll unter anderem erörtert werden, wo genau in Liwingen das neue Stadion gebaut wird, wann die Arbeiten beginnen und wann das erste Spiel angepfiffen werden könnte. Abzuwarten bleibt, ob der Regierungsvertreter während der morgigen Pressekonferenz auch Einzelheiten in Bezug auf den alternativen Standort für das Einkaufszentrum bekannt geben wird.

Fußball-Stadion zwischen Eisenbahn und Autobahn

Aus gut informierten Kreisen verlautete bereits gestern Abend, dass sich das Areal, auf dem das neue Fußballstadion erbaut werden soll, zwischen der Eisenbahn und der Autobahnanbindung Bettemburg an der Straße zwischen Liwingen und Bettemburg auf der Seite des Liwinger Gewerbegebietes befinde.

Das Stadionprojekt solle in Form eines „Public-Private Partnership“ (PPP) umgesetzt werden, bei dem eine private Investorengruppe die Finanzierung übernehme und auch als Besitzer des Bauwerks fungiere, derweil der Staat das Projekt bezuschusse. Die Beantwortung der Standortfrage sei entscheidend von der Anbindung des Stadions an das Straßen- und Schienennetz beeinflusst worden.

Allgemein erleichtert hatte sich FLF-Präsident Paul Philipp im Gespräch mit Radio DNR gezeigt. Er sei froh, dass endlich Bewegung in das Dossier komme. Konkrete Verhandlungen würden seit mehr als einem Jahr geführt. In dieser Zeit hätten die Entscheidungsträger zahlreiche mögliche Standorte besucht, so Paul Philipp. Die Wahl sei schlussendlich auf Liwingen gefallen. Die Gemeinde Roeser habe dem Projekt auch bereits zugestimmt.

Ferner erklärte der Vorsitzende des größten nationalen Sportverbandes, dass es verfrüht sei, bereits jetzt über einen finanziellen Rahmen für das Großprojekt zu spekulieren. Was die Größenordnung, sprich die Zuschauerkapazitäten angehe, so sei klar, dass in Luxemburg keine Notwendigkeit für ein Stadion mit 20 000 Plätzen bestehe.

Größer als das derzeitige Josy-Barthel-Stadion solle die neue Sportstätte aber doch werden, meinte Paul Philipp abschließend. Das derzeitige nationale Stadion an der hauptstädtischen Arloner Straße fasst knapp 8 000 Zuschauer.

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