(BB) - Als Lokalpolitiker hat sich Georges Engel seine Sporen verdient, seit 2005 ist er Bürgermeister der Gemeinde Sassenheim. Doch nun sitzt der LSAP-Politiker zugleich als Nachfolger von Lydie Err im Parlament, wo er über die lokalen Anliegen hinaus zu den nationalen Interessen Stellung beziehen muss. Auf Krautmarkt will Georges Engel, der sich gerne als Kompromissmensch bezeichnet, dennoch nicht als Mehrheitsabgeordneter kleinlaut sein. Am Beispiel der geplanten Sotel-Stromleitung, der Umgehungsstraße in Käerjeng oder seiner politischen Sympathien zeichnet sich bereits sein Profil ab.
Offen, ungezwungen, bürgernah: So konnte Georges Engel bei vielen Wählern der Gemeinde Sassenheim punkten. „Ich bin ein Vereinsmensch und mag es, Konflikte im Team zu regeln“, pflegt der gebürtige Minetter zu sagen. Bislang kam das gut an. Auf lokaler Ebene startete Engel seine politische Karriere 1997 als Gemeinderat in Sassenheim, seit 2005 bekleidet er den Bürgermeisterposten in der LSAP/Déi Gréng-Koalition. Innerhalb der sozialistischen Partei hat Georges Engel auch einige Verbündete gefunden.
Der LSAP trat er 1993 bei, nun gehört er als Vizepräsident der Partei zur Exekutive. Gute Beziehungen knüpfte er insbesondere mit Dan Kersch und Roby Biwer, zusammen habe man den LSAP-Gemengeforum, eine Austauschplattform für die sozialistischen Gemeindevertreter, aufgebaut, betont Engel.
In der Abgeordnetenkammer geht Georges Engel nun neue Wege. Hier muss sich der Lokalpolitiker vielmehr um nationale Interessen kümmern. Den Ton gibt die Regierung an, indem sie sich auf das Koalitionsabkommen bezieht. Anderes Terrain, andere Spielregeln also, denen sich Georges Engel bewusst ist. Eins will er dennoch klarstellen. „Ich werde nicht kopfnickend dasitzen, sondern meine Meinung einbringen“, sagt er zu seinem ersten Mandat im Parlament.
Bei den Landewahlen 2009 war er als zehnter auf der LSAP-Liste im Wahlbezirk Süden gewählt worden, mit 17 309 Stimmen. Er folgte somit mit etwa 400 Stimmen weniger auf Vera Spautz. Für die Querdenkerin zeigt Georges Engel Sympathie. „Politisch liegen wir nicht weit auseinander“, so der neue Abgeordnete. Zugleich unterstreicht Engel allerdings, dass er ein Kompromissmensch sei. Dass eine Problematik von vorneherein ganz schwarz, oder ganz weiß dargestellt werde, störe ihn.
Zum Bau der neuen Sotel-Stromleitung hatte Bürgermeister Georges Engel eine klare Position bezogen: Die Gemeinde Sassenheim verweigerte die Baugenehmigung der unterirdischen Hochspannungsleitung, die die Elektrostahlwerke von ArcelorMittal mit Atomstrom aus Frankreich versorgen soll. Auf lokalem Niveau pocht man auf die kommunale Gesetzgebung und macht sich Sorgen über Gesundheitsrisiken, auf nationaler Ebene kann jedoch die Frage der Versorgungssicherheit der Werke nicht unbeachtet bleiben.
Als député-maire betont Georges Engel nun, sich einem Gespräch mit ArcelorMittal nicht zu verschließen, wenn der Konzern seinerseits den Bedenken über Gesundheitsrisiken Rechnung trage und die Notwendigkeit der Stromleitung klarstelle. Nicht mit sich reden lässt Georges Engel hingegen, was die geplante Umgehungsstraße in Käerjeng anbelangt. Er fordert eine Alternativtrasse, die sich nicht auf dem Gebiet der Gemeinde Sassenheim erstrecke und somit die Lebensqualität der Einwohner bewahre.
„Im Parlament werde ich die Variante, die nun vorliegt, jedenfalls nicht gutheißen“, unterstreicht Engel. Seine generelle Arbeit im Parlament will der Nachfolger von Lydie Err Schritt für Schritt angehen. Insbesondere soziale Themen liegen dem ausgebildeten Assistant d'hygiène sociale am Herzen. Er wolle auch zum Denkprozess beitragen, es gehe aber um „eine Evolution, keine Revolution“, sagt er. Der leidenschaftliche Basketballspieler und Musiker muss sich nun also auf dem Terrain der Abgeordnetenkammer behaupten, und auch hier kommt es auf Einsatz und Teamgeist an.
14'
flüssig
16'
Petingen
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3:0 |
Jeunesse
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RFCU Lëtzebuerg
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2:0 |
Düdelingen
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Fola
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1:2 |
Grevenmacher
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Rümelingen
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4:1 |
Kayl-Tetingen
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Hesperingen
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0:3 |
Differdingen
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Käerjéng
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3:0 |
RM Hamm Benfica
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Niederkorn
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5:2 |
Hostert
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