(dpa) - Für seinen Traum von einem Stadtrennen vor seiner Haustüre will Bernie Ecclestone angeblich selbst tief in die Tasche greifen. Der F1-Geschäftsführer soll einem Bericht der renommierten „Times“ zufolge der englischen Hauptstadt ein Angebot für einen Grand Prix in London gemacht haben.
Geschätzter Kostenpunkt für ein mögliches PS-Spektakel vorbei am Buckingham Palace oder dem Piccadilly Circus: 35 Millionen Pfund, umgerechnet 43,75 Millionen Euro. „Es wäre fantastisch, gut für London, gut für England“, wurde der 81 Jahre alte Ecclestone zudem von der „Daily Mail“ zitiert: „Viel besser als Olympia.“
Allerdings wurden am Donnerstag auch Zweifel laut, weil am selben Tag ein Sponsoren-Event des britischen McLaren-Rennstalls in London über die Bühne gehen sollte. Eingeladen wurde unter dem Titel: „Haben Sie sich schon mal vorgestellt, wie ein Grand Prix in London aussehen könnte?“ Die Gerüchte könnten auch nur PR für diese Veranstaltung sein.
Hinzu kommt, das Ecclestone womöglich ganz andere Sorgen hat. Bei der Verurteilung des ehemaligen Bankers Gerhard Gribkowsky vor dem Münchner Landgericht zu achteinhalb Jahren Haft sagte der Vorsitzende Richter Peter Noll in der Begründung, dass Ecclestone Gribkowsky mit seinem Charme und seiner Raffinesse „ins Verbrechen“ geführt habe.
Ecclestone hatte dem früheren BayernLB-Vorstand beim Verkauf der Formel 1 2006 44 Millionen Dollar überwiesen, ihm droht eine Anklage wegen Bestechung.
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