(mk/jw) - Der Guide Michelin krönt alljährlich die Gourmet-Tempel dieser Welt, knöpft so manchem Starkoch aber auch seine Sterne wieder ab. So auch in Luxemburg, wo die neue, am Montag erschienene Ausgabe des Restaurant-Führers für Belgien und Luxemburg gleich drei Sterne weniger auflistet.
René Mathieu, Chef in der Distillerie in Burglinster, darf erstmals einen Stern sein eigen nennen und steigt somit in die Riege der besten Häuser des Landes auf. 2010 erwählte Michelin-Konkurrent Gault&Millau den Belgier zum Spitzenkoch des Jahres.
Elf Auszeichnung gingen für 2012 an die Luxemburger Gastronomie-Szene. Mosconi mit seinem Chef Ilario Mosconi in der Hauptstadt darf sich als einziges Restaurant mit zwei Sternen schmücken. Den Verlust je eines Sterns müssen das Restaurant Le Sud in Clausen, wo Christophe Petra am Herd steht, und das Manoir Kasselslay in Clerf mit seinem Koch Hans Poppelaars verkraften. Der dritte Stern ging durch die Schließung das Restaurants Influence in Esch/Alzette im Sommer dieses Jahres verloren.
Mit einem Stern werden weiterhin folgende Adressen ausgezeichnet: Clairefontaine (Hauptstadt), La Gaichel (Gaichel), Léa Linster (Frisingen), Le Bouquet Garni (Hauptstadt), Les Roses (Bad Mondorf), Favaro (Esch/Alzette), Ma langue sourit (Oetringen), Patin d’Or (Kockelscheuer) und Toit pour Toi (Schouweiler).
Bereits vor zwei Wochen wurde der Michelin-Restaurantführer "Bip Gourmand Benelux" veröffentlicht. Dabei werden Küchen mit einem besonders hohen Preisleistungs-Verhältnis (Maximalpreis 35 Euro) ausgezeichnet. Das Restaurant Parc Le'h in Düdelingen verlor seine Wertung. Sieben weitere Luxemburger Restaurants in Burglinster, Esch/Alzette, Junglinster, Luxemburg-Stadt (3x) und Wiltz behielten ihren "Bip" allerdings.