Lëtzebuerg Veröffentlicht am 20.09.12 09:36

Die große wort.lu-Videoreportage zum Thema „Organspende“

Versäumnisse in den Krankenhäusern / Bekommt Luxemburg eine Spender-Datenbank?

(hay) - In Luxemburg stehen rund 60 Menschen auf der Warteliste für ein neues Organ. Weil es aber zu wenige Spender gibt, müssen die meisten von ihnen lange Wartezeiten erdulden. Schnell können da mal mehrere Jahre vergehen, bis es zu einer Transplantation kommt. Doch warum ist das so in Luxemburg?

wort.lu hat sich mit dem Thema in einer großen Videoreportage auseinandergesetzt und dabei unter anderem Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo, LuxTransplant-Koordinator José Lopes und Nierenspezialist Prof. Dr. Claude Braun nach den Ursachen und Lösungsvorschlägen gefragt.

Interessant hierbei: Alle Experten sind sich einig, dass die geringe Spenderanzahl unter anderem auf Versäumnisse in einzelnen Krankenhäusern zurückzuführen ist. Diese würden nämlich nicht immer sämtliche potentiellen Organspender an LuxTransplant, also die Organsiation, die sich um die Spenden und Transplantationen kümmert, melden. Laut José Lopes bedeute das aber nicht, dass da ein schlechter Wille vorliege. Er führt dies eher auf die Beschäftigten im Krankenhaus-Sektor zurück, die nicht entsprechend informiert und geschult seien.

Ändern ließe sich dies mit einer „guten Informations- und Sensibilisierungskampagne“, ist sich Di Bartolomeo sicher. Außerdem könnte auch eine Spender-Datenbank, in der die entsprechenden Angaben festgehalten würden, Abhilfe schaffen. „Ich stehe dem positiv gegenüber“, stellt der Gesundheitsminister diesbezüglich klar und präzisiert, dass er speziell im „Dossier Partagé“ eine gute Grundlage sehe, um eine elektronische Kartei einzurichten.