(mt) - Seit Donnerstag zirkulieren Bilder auf Youtube von einer Treibjagd am 9. November 2010 in Ettelbrück, wo ein Hirsch in ein Fließgewässer, Sauer oder Alzette, getrieben wird. Das imposante Tier wird mitten im Wasser von Jägern und Hunden umzingelt. Dabei dauert es eine Ewigkeit bis das Rotwild niedergestreckt wird.
Bei diesem medial mitgezeichneten Vorfall geraten nun die Jäger heftig in die Kritik. Ihnen gelingt es nicht, das Tier per Schuss schnell zu töten. Die Bilder zeigen wie dreimal geschossen wird, der Hirsch aber schwimmt verängstigt weiter im Wasser. Angeblich war das imposante Tier bereits verletzt, bevor er ins Wasser geriet, andernfalls hätte es nicht erschossen werden dürfen, da die Jagd auf den Hirsch zur Zeit nicht erlaubt ist.
Der Autor des Youtube-Films hat inzwischen noch einige Fotos in Umlauf gebracht und behauptet, der Hirsch sei nicht von den Jägern erschossen worden, sondern ertrunken und demnach eines qualvollen Todes gestorben, was natürlich den Ärger der Tierschützer hervorruft.
Auch hat sich die Brigade mobile des Nachhaltigkeitsministeriums eingeschaltet. Sie geht der Frage nach, ob die Jäger den Mann, der das traurige Geschehen gefilmt hat, und auch andere Augenzeugen durch ihr Vorgehen in Gefahr gebracht haben. Die Staatsanwaltschaft will prüfen, ob sie der Sache eine Folge geben soll.
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