Sport Veröffentlicht am 19.12.11 07:05

Berchem meldet sich eindrucksvoll zurück

Zwei Siege gegen niederländische Teams / Red Boys bleiben etwas hinter den Erwartungen zurück

Dany Scholten überzeugte bei Berchem mit seinem Spielwitz.
Foto: Fern Konnen
Für Philipp Kessler und die Red Boys wäre eine bessere Bilanz möglich gewesen.
Foto: Fern Konnen
Starker Kreisläufer: Joé Faber (Berchem) stellte seine Klasse am Wochenende unter Beweis.
Foto: Fern Konnen

(jot) - Mit Berchem und Differdingen waren zwei Luxemburger Mannschaften an diesem Wochenende in der Benelux-Liga vor heimischer Kulisse gegen niederländische Teams im Einsatz. Während Berchem mit zwei Siegen beeindruckte, konnten die Red Boys nur ein Unentschieden für sich verbuchen.

Berchem fand am frühen Samstagabend in Differdingen besser in die Begegnung als Quintus. Die Mannschaft von Trainer Jean-Marc Toupance war sichtlich um eine Reaktion nach dem enttäuschenden Unentschieden gegen Petingen in der Meisterschaft bemüht.

Nach knapp 11' lag der amtierende Meister durch einen Treffer von Pascutoi bereits mit 8:3 in Führung. In der Folge riss der Faden aber etwas. R. Stuiver profitierte davon, um mit seiner Wurfstärke den Rückstand auf drei Tore zu reduzieren. Berchem zeigte allerdings Moral und zog bis zur Halbzeit wieder auf 17:10 davon. In den zweiten 30' sollten sich die Scholten und Co. diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand nehmen lassen.

Sarac organisierte das Spiel des letztjährigen Finalisten der Benelux-Liga mit viel Übersicht und zeigte auch Vollstreckerqualitäten. Insgesamt sechs Tore warf er gegen einen doch etwas enttäuschenden Gegner. „Ich bin zufrieden. Meine Mannschaft hat im Allgemeinen eine gute Leistung gezeigt. Vor allem in der Defensive arbeiteten wir wieder gut, nachdem dies in den vergangenen Spielen nicht der Fall war“, analysierte Trainer Toupance den 32:22-Erfolg.

Im zweiten Spiel am Samstag durfte dann Gastgeber Red Boys gegen Limburg sein Können unter Beweis stellen. Kessler und Co. gewöhnten sich schnell an die neue Sporthalle in der Fousbann-Schule, die am Samstag offiziell eingeweiht wurde. Schnell lag die Lokalmannschaft mit 4:2 in Führung. Im Anschluss daran besannen sich allerdings die Spieler des Gegners, die in dieser Saison in der dritten Runde des EHF-Pokals an den Rhein-Neckar-Löwen (D) gescheitert waren, auf ihre Stärken.

Miricki lief zu Hochform auf

Der serbische Rückraumspieler Miricki lief zu Hochform auf und erzielte allein in der ersten Halbzeit sieben Tore. Leistungsträger Rezic von den Red Boys war dagegen ab der 16.' angeschlagen, nachdem er sich eine Oberschenkelprellung zugezogen hatte. Zur Halbzeit lag Limburg mit 16:11 in Front. In den zweiten 30' sollten sich die Red Boys dann allerdings in die Begegnung zurückkämpfen. Als der stark aufspielende Kessler zum 22:23 verkürzen konnte, schien wieder alles möglich.

Im Anschluss daran zeigte sich die Lokalmannschaft jedoch nicht konsequent genug im Abschluss und der Gegner baute seinen Vorsprung wieder aus. Der niederländische Nationalspieler Meijer brach den Red Boys mit fünf erzielten Toren in der zweiten Halbzeit das Genick. „Wir haben zu viele gute Gelegenheiten vergeben“, erklärte Mane Skercevic, Trainer der Red Boys, nach der 28:32-Niederlage.

Am Sonntagnachmittag konnten die Red Boys dann in Crauthem ein Unentschieden einfahren. Ohne den verletzten Balaz (Knieprobleme) sowie den angeschlagenen Rezic gab es ein 22:22-Unentschieden gegen Quintus. Nach 45' stand es in einer torarmen Begegnung noch 15:15. Anschließend fand Y. Hoffmann zu mehr Sicherheit und konnte seine Mannschaft mit drei Treffern in Front bringen. Bis dahin hatte vor allem Kessler (insgesamt acht Treffer) überzeugt. Quintus schlug noch einmal zurück und konnte 30" vor Spielende auf 21:21 ausgleichen.

Als Altmeyer 20" später für die Red Boys traf, deutete vieles auf einen Sieg hin. 2" vor Schluss bekam Quintus allerdings noch einen Siebenmeter zugesprochen, den R. Stuiver sicher verwandelte. In der zweiten Sonntagsbegegnung spielte Berchem souverän auf und bezwang Limburg mit 25:18. Spätestens nach knapp 44' war bereits eine Vorentscheidung gefallen, als Berchem mit sieben Toren in Front lag (20:13). Neben einem überragenden Torhüter M. Majerus überzeugten auch Gerber und Faber mit fünf erzielten Toren. Sarac fehlte wegen Magenproblemen.

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